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Mohren zahlt, MDR zieht Klage zurück

Wilfried Mohren, Ex-Sportchef des MDR, hat sich mit seinem ehemaligen Arbeitgeber auf einen Vergleich geeinigt. Der MDR will im Zuge dessen seine Schadenersatzklage zurückziehen.

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) und Wilfried Mohren haben sich einen Tag vor Beginn des Strafprozesses gegen den ehemaligen Fernseh-Sportchef des Senders auf einen Vergleich geeinigt. Darin verpflichten sich Mohren und seine Frau, an den MDR einen Betrag in Höhe von 380 718,30 Euro zu zahlen. Der MDR wird daraufhin die beim Arbeitsgericht Leipzig anhängige Schadenersatzklage zurücknehmen. Dies gab der MDR am Mittwoch bekannt.

Der Strafprozess gegen Mohren und seine Frau beginnt am Donnerstag vor dem Landgericht in Leipzig. Der ehemals leitende Angestellte des MDR ist unter anderem wegen Betrugs, Vorteilsnahme und Steuerhinterziehung angeklagt. Mohren soll Geld dafür genommen haben, bestimmte Beiträge im Programm zu lancieren. Der zu zahlende Betrag setzt sich zusammen aus 330 718,30 Euro, die mit dem strafrechtlichen Schaden der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Dresden übereinstimmen, und 50 000 Euro als Ersatz für die Aufwendung des MDR für die Rechtsverfolgung.

Zahlt Mohren bis zum 1. Oktober, dann wird der MDR seine Klage vor dem Arbeitsgericht zurücknehmen. Mohren war im Juli 2005 in U-Haft gekommen, wenige Tage später hatte der MDR seinen Sportchef nach Akteneinsicht fristlos entlassen. Eine Klage dagegen zog Mohren später zurück.

© SID

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