Allgemein Commonwealth Games
Organisatoren haben Olympia weiter im Blick

Die Commonwealth Games als Sprungbrett für die Austragung Olympischer Spiele nutzen, das will der Chef des Organisationskomitees. "Wir wollen die Spiele haben", so Suresh Kalmadi.

Trotz des Chaos bei der Vorbereitung der am Sonntag beginnenden Commonwealth Games (3. bis 14. Oktober) und der immer lauter werdenden Kritik haben die Organisatoren die Olympischen Spiele 2020 weiter im Blick. "Olympia ist unser größtes Ziel. Wir wollen die Spiele haben, und die Commonwealth Games werden uns dabei helfen", ist sich der Chef des Organisationskomitees, Suresh Kalmadi, sicher.

Indien steht seit einigen Wochen aufgrund der zahlreichen und heftigen Kritik an den Sicherheitsstandards, dem schlechten Zustand der Unterkünfte im Speziellen und der mangelhaften Vorbereitung der Spiele im Allgemeinen unter Druck. Dabei hatte sich das Land mit Blick auf eine Bewerbung um die Olympischen Spiele 2020 als perfekter Gastgeber präsentieren wollen. Nachbar China hatte 2008 erfolgreich Olympische Spiele ausgerichtet.

Commonwealth Games als Sprungbrett für Olympia

Zuletzt waren Fotos veröffentlicht worden, die verdreckte Toiletten und noch nicht beendete Arbeiten im Athletendorf zeigen. Trotzdem will Kalmadi, der gleichzeitig auch Präsident des Nationalen Olympischen Komitees ist, von einem anhaltenden Negativimage der indischen Hauptstadt nichts hören. "Die Commonwealth Games haben Neu-Delhi dank einer neuen Infrastruktur zehn Jahre nach vorne gebracht. Die Spiele werden erfolgreich und ein Sprungbrett für Olympia sein", sagte er.

Hinsichtlich der Sicherheit haben die Gastgeber aufgerüstet. 17 000 Soldaten und 80 000 Polizisten sind in der indischen Metropole präsent. Sogar mitten in der Nacht patrouillieren schwer bewaffnete Einheiten in großen Teilen der Hauptstadt.

Trotz zahlreicher Boykott-Androhungen werden bis Sonntag über 7 000 Sportler und Offizielle aus England und Großbritanniens früheren Kolonien in Neu-Delhi erwartet. Lediglich einzelne Spitzensportler, darunter der dreifache Sprint-Olympiasieger und-Weltmeister Usain Bolt (Jamaika), der englische Dreisprung-Weltmeister Phillips Idowu und die australische Diskus-Weltmeisterin Dani Samuels, bleiben den Spielen fern.

© SID

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