Allgemein Doping
Keine Haftstrafen in Spanien für gedopte Sportler

Laut eines neuen spanischen Antidopinggesetzes müssen Sportler nicht mit einer Haftstrafe rechnen, die unerlaubte Mittel zu sich genommen haben. Gefängnis drohe allerdings den verantwortlichen Betreuern oder Ärzten.

Einem neuen spanischen Antidopinggesetz zufolge brauchen gedopte Sportler keine Haftstrafen zu befürchten, wie Sport-Staatssekretär Jaime Lissavetzky in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung klarstellte.

Das am 29. Juni im Parlament verabschiedete Gesetz richtet sich gezielt gegen das Umfeld. Betreuern oder Ärzten drohen bis zu zwei Jahren Haft, wenn sie zum Doping anstiften oder verbotene Substanzen verabreichen. Die Aktiven sollen weiter nur der Sportgerichtsbarkeit unterliegen: "Das einzige Land, von dem mir bekannt ist, dass es Sportler mit Gefängnis bedroht, ist Italien. Aber auch dort ist es nie angewandt worden", sagte Lissavetzky.

Für eine "Aufgabenteilung zwischen Staat und Sport" tritt seit langem auch Thomas Bach ein, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb): "Wir haben nichts gegen ein Antidopinggesetz, wenn es die Sportler nicht kriminalisiert", sagte der Vorsitzende der Juristischen Kommission und Vizepräsident des IOC. Es müsse vor allem darum gehen, die Doping-Netzwerke im Dunstkreis des Sports zu zerreißen.

© SID

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