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England erwägt Verzicht auf Commonwealth-Spiele

Die Commonwealth-Spiele in Neu-Delhi könnten ohne englische Beteiligung ablaufen. Laut Daily Telegraph ist die Teilnahme wegen befürchteter Terrorangriffe fraglich.

Wegen befürchteter Terroranschläge soll England einen Verzicht auf die Teilnahme an den Commonwealth-Spielen in Neu-Delhi (3. bis 14. Oktober) erwägen. Das berichtet die Zeitung Daily Telegraph unter Berufung auf nicht näher genannte Regierungsquellen.

Der englische Commonwealth-Spiele-Verband wollte sich noch nicht auf eine Teilnahme-Zusage festlegen. "Wir lassen uns von der Londoner Polizei beraten. Eine verlässliche Beurteilung der Lage ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht möglich. Wir behandeln das Thema in mehreren Sitzungen, aber eine Entscheidung werden wir erst treffen, wenn wir die Terrorgefahr realistischer einschätzen können", sagte eine Sprecherin.

"Arbeiten eng mit indischen Behörden zusammen"

Das britische Außenministerium reagierte mit einem Hinweis auf die laufenden Prüfungen der Sicherheitslage in Indien. "Wir haben noch niemandem geraten, nicht an den Spielen teilzunehmen", hieß es in der Erklärung: "Wir arbeiten eng mit den indischen Behörden zusammen, die alles für einen sicheren Ablauf der Spiele unternehmen."

Londons Polizei-Chef Paul Stephenson allerdings hatte zuletzt noch nach einem Inspektionsbesuch der indischen Metropole schwere Sicherheitsmängel kritisiert. Stephenson sprach dabei von "ernsten Bedenken".

Aus Sorge um die Sicherheit seiner Aktiven in Indien hatte England im November kein Team zur Badminton-WM nach Hyderabad geschickt. Bislang hat das Commonwealth-Kernland an allen Veranstaltungen in der 80-jährigen Geschichte der Spiele teilgenommen.

© SID

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