
Im vergangenen Jahr haben die Deutschen laut einer Studie des Beratungsunternehmens Goldmedia 7,8 Mrd. Euro für Wetten eingesetzt. Allerdings kommt nur ein Bruchteil der staatlichen Wette Oddset oder dem Angebot auf Pferderennbahnen zugute. Damit entgehen dem Staat horrende Steuereinnahmen.
Die Online-Anbieter schöpften mit rund vier Millarden Euro den Rahm ab, gefolgt von den Wettbüros (2,4 Mrd. Euro). Laut Goldmedia wird illegal rund eine Milliarde Euro umgesetzt. Bei Pferdewetten, Oddset und Fußballtoto gab es Spieleinsätze von rund einer halben Milliarde Euro. Damit entfällt der weitaus größte Marktanteil von 94 Prozent auf unregulierte Anbieter.
Das seit 1. Januar 2008 geltende staatliche Wettmonopol wird deshalb von einigen Vertretern von Sport-Profiligen kritisch betrachtet. "Das bestehende System fördert den Gang in die illegalen Weiten des Netzes", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Basketball Liga (BBL), Jan Pommer, dem Handelsblatt, "illegale Wettanbieter schießen wie Pilze aus dem Boden, ohne dass der Breitensport und die öffentliche Hand davon profitieren."
© SID