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Wettmonopol: Duales System gefordert

Die Initiative Profisport Deutschland fordert ein duales System für das deutsche Glücksspielmonopol: Ein separater Lotteriestaatsvertrag soll um eine gesonderte Regelung ergänzt.

Die Initiative Profisport Deutschland (IPD) hat in der Diskussion um das deutsche Glücksspielmonopol ein duales System gefordert. Demnach soll ein separater Lotteriestaatsvertrag, der das staatliche Monopol schützt, um eine gesonderte Regelung zur kontrollierten Öffnung des Sportwettenmarktes ergänzt werden.

"Ein duales System, in dem das Lotteriemonopol erhalten bleibt, würde - wie in anderen europäischen Ländern auch - Amateur- und Profisport gleichermaßen finanziell besser stellen", sagte Jan Pommer, stellvertretender Sprecher der IPD und Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga.

Gleichzeitig sieht sich die IPD durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (Eugh) in ihrer Forderung nach einer kontrollierten Öffnung des Sportwettenmarktes bestärkt. "Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wer jetzt noch eine Fortsetzung des nicht funktionierenden Sportwettenmonopols verlangt, gefährdet die auch von der IPD befürwortete Beibehaltung des staatlichen Lottomonopols", erklärte Christian Seifert, Sprecher der IPD und Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fußball-Liga (DFL).

Der Eugh hatte das in Deutschland geltende staatliche Monopol für Sportwetten und Glücksspiele gekippt, da es nicht mit dem Recht der Europäischen Union (EU) vereinbar sei. Laut Eugh begrenze die deutsche Regelung die Glücksspiele, und damit auch die Sportwetten, nicht "in systematischer Weise". Das Monopol verstoße unter anderem gegen die Niederlassungs- sowie die Dienstleistungsfreiheit in der EU und sei deshalb ab sofort nicht mehr anwendbar.

Die IPD wurde im November 2009 als Interessen-Vertretung der vier größten deutschen Profi-Ligen - DFL, Basketball-Bundesliga (BBL), Deutsche Eishockey Liga (DEL) und Handball-Bundesliga (HBL) - gegründet. Ziel der Vereinigung ist es, den Anliegen des Profisports ein gemeinsames Sprachrohr zu geben.

© SID

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