Allgemein Olympia
Dosb erhält 140 Millionen Euro im Olympiajahr 2010

Innenminister Thomas de Maiziere hat dem Dosb im Olympiajahr 140 Mill. Euro zugesichert. "Wir haben in der Finanzkrise für den Sport das Beste gemacht", sagt der Innenminister.

Aufatmen im größten Sportverband der Welt. Trotz knapper Haushaltsmittel versprach der neue Innenminister Thomas de Maiziere dem Deutschen Olympischen Sportbund (Dosb) am Samstag bei der Mitgliederversammlung in Düsseldorf die bereits von Amtsvorgänger Wolfgang Schäuble avisierten 140 Mill. Euro für das Olympiajahr 2010. Zugleich wurde die vor zwölf Monaten in Rostock eingeleitete Beitrags-Erhöhung von sieben Cent pro Mitglied angenommen. Dies bringt dem Dosb ab 2010 jährlich rund 1,7 Mill. Euro.

"Wir sind sehr glücklich über die Nähe und Sympathie, die der neue Innenminister dem Sport entgegenbringt. Dies ist ein weiterer Beleg für die gute Partnerschaft zwischen dem BMI und dem Dosb", meinte Präsident Thomas Bach erfreut. Beleg für das gute Miteinander zwischen beiden Partnern war in Düsseldorf auch die Tatsache, dass Ex-Innenminister Schäuble mit der ersten Dosb-Ehrenmedaille ausgezeichnet wurde. Zudem ist auch de Maiziere wie Schäuble einig mit Bach, dass er kein neues Anti-Doping-Gesetzt anstrebt.

De Maiziere: "Haben das Beste aus der Krise gemacht"

De Maiziere, der in Düsseldorf seinen ersten großen Auftritt als Sportminister hatte, meinte angesichts der 140 Mill. BMI-Mittel für den Dosb: "Das sind 32 Mill. mehr als 2007, eine Steigerung um 30 Prozent. Es gibt nicht ein einziges Politikfeld, in dem es eine solche Art von Steigerung gegeben hat. Wir haben in der Finanz- und Wirtschaftskrise für den Sport das Beste gemacht."

Zugleich erklärte de Maiziere, dass die Bundesregierung in den beiden nächsten Jahren 600 Mill. Euro für den Sportstättenbau zur Verfügung stelle.

De Maiziere gegen neues Anti-Doping-Gesetz

Angesichts des Rufs Vieler nach einem Anti-Doping-Gesetz meinte de Maiziere: "Ich warne davor, sofort nach schärferen gesetzlichen Bestimmungen zu rufen. Ich glaube nicht, dass es bei Sportbetrug einen Paragraphen geben sollte. Betrug ist Betrug, egal, ob es sich um einen Unternehmer, einen Politiker oder einen Sportler handelt. Ich bin gegen ein Gesetz bis zum Beweis des Gegenteils", erklärte der 55 Jahre alte frühere Kanzleramtsminister.

De Maiziere meinte zum Dopingfall um die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein, für ihn gelte es als oberster Dienstherr der Bundespolizistin, nach Abschluss des Gerichtsweges ein strenges Disziplinarverfahren durchzuführen, aber auch der Fürsorgepflicht für die Bedienstete gerecht zu werden. "Dazwischen wird es sich in kluger Weise bewegen müssen."

Innenminister kritisiert Doppelmoral

Das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) im Fall Pechstein hat aus Sicht von de Maiziere "eine neue Dimension" eröffnet. Blutprofile seien ein teurer Weg und wenn man an Gen-Manipulation denke, werde dieser noch teurer. Darum gelte es für die Forschung, Laborkapazitäten klug zu nutzen.

De Maiziere richtete beim Thema Doping einen Appell an die Gesellschaft und kritisierte deren Doppelmoral. "Es ist bequem, im Sessel zu sitzen, sich über Sportler aufzuregen, die unerlaubte Mittel genommen haben, und dem eigenen Sohn Tabletten zu geben, damit er seine Prüfung besser bewältigt."

Kim Reisner, Bundestrainerin im Modernen Fünfkampf, wurde für ihre Erfolge der letzten Zeit als Trainer/Trainerin des Jahres ausgezeichnet.

© SID

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