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Keine Co-Bewerbung von Hiroshima und Nagasaki

Die Olympia-Pläne von Hiroshima und Nagasaki haben eine Absage erhalten. Eine gemeinsame Bewerbung für die Sommerspiele 2020 sei nicht möglich, teilte das JOC mit.

Das Nationale Olympische Komitee Japans JOC hat die geplante Bewerbung der beiden Städte Hiroshima und Nagasaki um die Olympischen Sommerspiele 2020 abgelehnt. Beide Bürgermeister wurden über die Entscheidung informiert und gebeten, über getrennte Bewerbungen nachzudenken. Yasuhiro Nakamori vom JOC erklärte: "Eine gemeinsame Bewerbung ist laut der Olympischen Charta nicht möglich."

Laut Nakamori wäre Hiroshima alleine durchaus in der Lage, Olympische Sommerspiele auszurichten, für Nagasaki hingegen wäre dies kaum zu stemmen. Die beiden im Zweiten Weltkrieg durch Atombomben zerstörten Städte wollten sich gemeinsam unter dem Motto "Für eine Welt ohne Atomwaffen" um Olympia bewerben.

Auch Tokio wieder im Rennen

Hiroshima und Nagasaki hatten vor 64 Jahren traurige Berühmtheit erlangt, als beide Städte nach Atombombenabwürfen durch die US-Bomberflotte am 6. und 9. August 1945 völlig zerstört und rund 155 000 Menschen getötet wurden. Weitere 110 000 Menschen starben innerhalb weniger Wochen an den Folgen der radioaktiven Verstrahlung, zahlreiche weitere an Folgeschäden in den Jahren danach.

Neben Hiroshima und Nagasaki hatte auch Tokio seine erneute Bewerbung bekannt gegeben. Die Hauptstadt war zuletzt im Rennen um die Ausrichtung der Sommerspiele 2016 gescheitert. Diese waren an den brasilianischen Kontrahenten Rio de Janeiro vergeben worden.

© SID

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