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Peking startet Countdown zu Olympia 2008

Peking hat am Mittwoch mit einer pompösen Zeremonie den 1-Jahr-Countdown bis zum Beginn der Olympischen Spiele 2008 eingeläutet. "Die Welt blickt mit großen Erwartungen in dieses Land", sagte IOC-Präsident Rogge.

Peking feiert sich und die Olympischen Spiele 2008. Dabei hat sich der chinesische Gastgeber die Party-Laune auch nicht von Regimekritikern und Menschenrechtlern verderben lassen. Mit einer pompösen Zeremonie läutete Peking den 1-Jahr-Countdown bis zum Beginn der Spiele ein. 10 000 Auserwählte auf dem Platz des Himmlischen Friedens bejubelten um 20.00 Uhr Ortszeit den Augenblick, als die Countdown-Uhr weniger als ein Jahr bis zur Eröffnungsfeier anzeigte.

Viel Tanz, Musik und Pathos

"Wir sind fest entschlossen, gute Gastgeber zu sein", sagte Chinas NOK-Präsident Liu Peng auf dem festlichen beleuchteten Tiananmen-Platz, der für die Öffentlichkeit komplett abgesperrt wurde. Wer dabei sein durfte, erlebte viel Tanz, Musik und Pathos.

100 Sänger präsentierten den Countdown-Song "We are ready". Die Moderatoren sprachen von einem "historischen Moment". Nie zuvor in der olympischen Geschichte hatte eine Gastgebernation mit einer vergleichbar aufwändige Veranstaltung das letzte Jahr der Vorbereitungen angegangen.

Weltweit verfolgten Millionen Menschen an den Fernsehschirmen die Liveübertragung des Spektakels, zu dem alle 205 Nationalen Olympischen Komitees geladen waren. Auch der Generalsekretär des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb), Michael Vesper, war zu Gast.

IOC-Präsident Rogge kritisiert Luftverschmutzung

IOC-Präsident Jacques Rogge betonte in seiner vierminütigen Rede die Qualität der Wettkampfstätten und seine Überzeugung, dass Peking erfolgreiche Sommerspiele veranstalten würde. "Das nächste Jahr bietet allen eine Gelegenheit, China zu entdecken - seine Geschichte, seine Kultur und seine Menschen", sagte der Belgier.

Rogge hatte am Nachmittag allerdings die erhebliche Luftverschmutzung in Chinas Hauptstadt beklagt und darauf hingewiesen, dass die Gesundheit der Athleten während Olympia das Allerwichtigste sei. Um diese zu gewährleisten, müssten Ausdauerwettkämpfe unter freiem Himmel möglicherweise verschoben werden, kündigte Rogge an. "Es ist von enormer Wichtigkeit, dass die Organisatoren ihr Möglichstes tun, um diese Herausforderung zu meistern", sagte er.

Deutlich mehr Kritik hatten die Chinesen in dieser Woche weltweit von Menschenrechtsgruppen zu hören bekommen. Die Aktivisten hatten die Aufmerksamkeit zur 1-Jahr-Feier für diverse Aktionen genutzt und auf anhaltende Menschenrechtsverletzungen in China hingewiesen. Jacques Rogge ging am Mittwoch wesentlich sanfter mit den Gastgebern um. "Die Welt blickt mit großen Erwartungen in dieses Land. China öffnet sich der Welt auf neuen Wegen", sagte Rogge.

© SID

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