Allgemein Sportpolitik
Dosb und TV klagen Politikern ihr Leid

Der geplante Wegfall des Programmsponsorings ist von Seiten des Deutschen Olympischen Sportbundes und der öffentlich-rechtlichen TV-Sender kritisiert worden.

Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb) und der öffentlich-rechtlichen TV-Sender haben den deutschen Sportpolitikern ihr Leid über den geplanten Wegfall des Programmsponsorings geklagt. Im Sportausschuss des Deutschen Bundestages appellierten sie an die Vertreter aller Parteien, die geplante Änderung des Rundfunkstaatsvertrages ab 2013 zu überdenken.

"Wir müssen weg von der geplanten Ausnahmeregelung", sagte Hubert Schwarz. Der Geschäftsführer des Deutschen Skiverbandes (DSV) wies darauf hin, dass die Mindereinnahmen der TV-Anstalten auf die Sportverbände durchschlagen würden. Vertreter von ARD und ZDF bestätigten die Befürchtung. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky sprach von einem Einnahmeverlust in zweistelliger Millionenhöhe.

Die Länder hatten auf der Ministerpräsidentenkonferenz in Magdeburg beschlossen, in einem ersten Schritt das Programmsponsoring werktags nach 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen zu untersagen. Ausnahmen dürften lediglich Fußball-Länderspiele und Olympische Spiele bilden.

Der Rückzug des Programmsponsorings habe auch zur Folge, dass Deutschland sich in Zukunft nicht mehr für eine Reihe von Großevents bewerben kann. Es könne nicht sein, dass ein DFB-Pokal-Halbfinale im TV mehr wert sei als eine WM im Schwimmen oder in der Leichtathletik, sagte Dosb-Generaldirektor Michael Vesper. "Die Ausnahme ist falsch. Sie muss überdacht werden und für deutlich mehr Ausnahmeregelungen Platz machen."

© SID

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