Allgemein Sportpolitik
Politiker diskutieren über Sport im Grundgesetz

Spitzenpolitiker haben beim 1. Wahlhearing in Berlin zur kommenden Bundestagswahl um die Gunst der Dosb-Mitglieder gebuhlt und die Aufnahme des Sports ins Grundgesetz diskutiert.

Mit großen Versprechungen für den Sport haben deutsche Spitzenpolitiker am Mittwoch beim 1. Wahlhearing des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb) zur Bundestagswahl am 27. September um die Gunst der 27 Mill. Dosb-Mitglieder gebuhlt. "Wir wollen die Autonomie des Sport schützen", versicherte Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Justizministerin Brigitte Zypries, die für den kurzfristig verhinderten SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier eingesprungen war, erklärte vor 130 eingeladenen Gästen in Berlin: "Wir dürfen nicht in den Sport hineinregieren." Sie plädierte im Gegensatz zu Schäuble für die Aufnahme des Sports als Staatsziel ins Grundgesetz.

SPD und CDU uneinig

In diesem Punkt unterscheidet sich die Haltung der beiden großen Parteien grundsätzlich. Ohne die CDU geht es aber nicht, weil für die Grundgesetzänderung eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig ist.

Auch FDP-Chef Guido Westerwelle betonte die Unterstützung seiner Partei für die Aufnahme des Sports ins Grundgesetz und lag damit auf einer Linie mit Fraktionschef Gregor Gysi von der Linkspartei. Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth sagte: "Wenn der Staat Verantwortung übernimmt, ist das kein Widerspruch zur Autonomie des Sports."

© SID

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