Allgemein Sportpolitik
Sporthilfe-Chef Gäb erwägt zweite Amtszeit

Hans Wilhelm Gäb denkt über eine weitere Amtszeit als Chef der deutschen Sporthilfe nach. Ziel sei es, die Stiftung "als Marke zu dynamisieren und mit neuem Leben zu erfüllen", so der 69-Jährige im sid-Gespräch.

Hans Wilhelm Gäb sieht sich noch lang nicht am Ende seines Weges als Chef der deutschen Sporthilfe. Daher denkt der 69-Jährige, der die Führung der Stiftung Mitte 2005 inmitten ihrer großen Krise übernommen hatte, über eine weitere Amtszeit nach. Er wolle darüber im Sommer entscheiden, sagte der Düsseldorfer im sid-Gespräch vor seinem 70. Geburtstag, den er am Freitag im kleinsten Familienkreis feiert.

Eine Fortsetzung seines Engagements hänge davon ab, ob bis dahin einige der Kernziele erreicht seien, sagte Gäb, der die Struktur der Sporthilfe innerhalb weniger Monate modernisiert und dabei das Präsidium von 16 auf sechs Mitglieder verkleinert hat.

Kritik an taktischen Fouls

Wichtigste Aufgabe sei nun, die Sporthilfe "als Marke zu dynamisieren und mit neuem Leben zu erfüllen", erklärte der ehemalige Topmanager und kündigte eine entsprechende Kampagne an: "Wir müssen deutlich machen, wofür die Sporthilfe künftig steht."

Der Tischtennis-Ehrenpräsident warb erneut für mehr Fairplay auch im Profisport und kritisierte sogenannte taktische Fouls: "Mit ihrer Tolerierung beginnt die schleichende Untergrabung sportlicher Prinzipien."

Im Kampf gegen Doping stellte sich Gäb gegen die offizielle Sportpolitik und forderte harte Gesetze nach dem Modell Frankreich oder Italien, um junge Sportler vor einem kriminellen Umfeld zu schützen: "Was jetzt da ist, reicht nicht", sagte der frühere Nationalspieler, der noch heute regelmäßig zu den Spielen von Borussia Düsseldorf anreist: "Meine Sportart ist und bleibt nun einmal Tischtennis."

© SID

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