Alonso als Schumacher-Nachfolger nicht erste Wahl
Ferrari-Teamchef: Wir hatten bislang kein siegfähiges Auto

Ferrari-Teamchef Jean Todt hat die volle Verantwortung für das bislang enttäuschende Abschneiden in den ersten WM-Rennen übernommen. Für den Rücktritt von Michael Schumacher hat der Franzose vorgesorgt.

HB BERLIN. Ferrari-Teamchef Jean Todt hat Michael Schumacher nach dem Fehlstart in die Formel-1-Saison den Rücken gestärkt. In einem Interview mit der «Bild am Sonntag» antwortete Todt auf die Frage nach den Gründen für Schumachers verpatzten Saison-Auftakt: «Weil er bisher nicht das Auto hatte, mit dem er gewinnen konnte. Wir haben es nicht geschafft, ihm ein siegfähiges Auto hinzustellen. Unsere Gegner haben im Winter besser gearbeitet.»

Ob der Titelverteidiger aus Kerpen auch nach seinem Vertragsende im Jahr 2006 bei Ferrari fahren wird, vermochte der Teamchef nicht abzuschätzen. «Nicht einmal Michael selbst weiß, wann er aufhört», so Todt, der Schumacher aber so lange wie möglich in seinem Team sehen möchte: «Wir haben ihm ganz klar gesagt: So lange er bei uns Formel 1 fahren will, kann er das tun. Er kann aufhören, wann er will. Michael hat alle Freiheiten. Wir werden uns immer einig.»

Für den Fall eines Rücktritts wird Ferrari entsprechen reagieren. Dabei bestritt der Ferrari-Teamchef, dass Alonso Schumachers Nachfolger werden soll. «Wer sagt denn immer, dass wir Alonso wollen? Er hat Talent, aber er steht nicht ganz oben auf unserer Liste», erklärte Todt: «Auch wenn diese Aussage nicht sehr respektvoll gegenüber Alonso ist: Ich halte einen jungen Mann, der für ein deutsch-englisches Team fährt, für die bessere Wahl.« Ob er sich damit auf den Finnen Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) beziehe, wollte Todt nicht kommentieren. Alonsos Manager Luis Garcia Abad hatte vor kurzem einen Vorvertrag seines Schützlings mit Ferrari bestätigt.

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