Alonso zieht auf und davon
Heidfeld fährt in Malaysia auf Rang drei

Das Renault-Team dominiert die neue Formel 1-Saison bislang klar. Michael Schumacher schaffte es beim Großen Preis von Malaysia wenigstens in die Punkteränge.

HB BERLIN. Das Resultat von Melbourne beim Saisonauftakt der Formel 1 war kein Zufall. Auch beim zweiten Rennen in Malaysia bestimmte das Renault-Team das Geschehen. Nur dass diesmal nach 56 Rennrunden in Sepang Fernando Alonso vorne lag. Der Spanier verwies nach seinem Start-Ziel-Sieg nach 1:31:33 Stunden Toyota-Pilot Jarno Trulli auf Rang zwei. «Ich habe versucht, die Reifen zu schonen», verriet Alonso. «Es hat alles perfekt gepasst, und es war eigentlich ganz leicht.»

Den Sprung auf Siegerpodest schaffte erstmals im BMW-Williams Nick Heidfeld. Der Mönchengladbacher profitierte dabei von der Kollision zwischen seinem australischen Teamkollegen Mark Webber und Australien-Sieger Giancarlo Fisichella (Renault) in Runde 39 und konnte in den restlichen Runden seine Platzierung halten. «Alles am Auto war prima. Auch am Ende.» Heidfeld war in Runde 35 an Ralf Schumacher, der in seinem Toyota am Ende Fünfter wurde, nach einem heißen Duell vorbeigezogen. Schumacher konnte am Ende nicht mehr mithalten. «Das Auto lief nicht mehr besonders. Und auch der Boxenstopp lief nicht besonders», verriet der neue Mann bei Toyota.

Nicht so gut lief es für die beiden Ferrari-Piloten. Michael Schumacher profitierte dabei von den diversen Ausfällen. Der Weltmeister holte am Ende als Siebter seine ersten WM-Punkte. Der Abstand von maximal 82 Sekunden auf Alonso war aber deutlich. Noch schlechter lief es für Rubens Barrichello, der sogar überrundet wurde und seinen Rennwagen schließlich fünf Runden vor dem Ende wegen technischer Probleme ganz abstellen musste.

«Ich glaube nicht, dass wir derzeit ein besonders gutes Auto im Vergleich zu den Konkurrenten haben», sagte der siebenmalige Titelträger. Es liege nicht allein an den Reifen, dass es derzeit nicht laufe. «Wir müssen an verschiedenen Baustellen arbeiten.» Es werde wohl ein wenig dauern, bis Ferrari wieder Siege einfahren könne, so Schumacher.

Auch bei McLaren-Mercedes hatte man sich mehr versprochen. Der Kolumbianer Juan-Pablo Montoya fuhr zwar als Vierter in die Punkteränge, doch Kimi Räikkönen (Finnland) war nach einem Reifenplatzer in der 26. Runde weit zurückgefallen, arbeitete sich aber noch auf Rang neun vor. Die beiden BAR-Honda-Boliden hatten sich schon in Runde drei nach Motorschäden verabschiedet, obwohl sie nach ihrem taktischen Aus in Melbourne jeweils mit neuen Aggregaten unterwegs waren.

Direkt nach dem Start gab es an der Spitze des Feldes keine Veränderungen. Der Trainingsschnellste Alonso, Trulli sowie Fisicella kamen am besten weg. Ralf Schumacher verteidigte Rang fünf. Heidfeld lag nach der ersten Runde auf Rang acht. Michael Schumacher verlor dagegen einen Platz. Nach sechs Runden hatte der Weltmeister schon 25 Sekunden auf Alonso verloren. Nach 15 Runden war es schon 40 Sekunden. Der Renault-Pilot Alonso wiederum war bereits vor dem ersten Tankstopp bemüht, einen möglichst großen Vorsprung herauszufahren.

Veränderungen im Klassement ergaben vornehmlich durch Ausfälle oder nach Überrundungen. Überholmanöver waren äußerst selten. Zum Zuge der ersten Tankstopps nach Runde 19 wurden die beiden Ferrari-Boliden nur kurzfristig weiter nach vorne gespült. Rubens Barrichello (zwischenzeitlich Sechster) und Michael Schumacher (kurzzeitig Achter) fanden sich letztlich aber wieder auf den Plätzen acht und elf wieder. Auch nachdem die Fahrer zum zweiten Mal an die Box gekommen waren, reihten sich alle wieder auf ihren vorherigen Positionen an.

Das neue österreichische Team Red-Bull-Racing brachte erneut beide Fahrer in die Punkte. Der Schotte David Coulthard wurde Sechster, der Österreicher Christian Klien Achter.

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