Amanns WM-Check
Nur der ganz große Schnitt hilft

Für Rick Amann ist der deutsche Abstieg keine Überraschung. Sehr emotional und unmissverständlich bringt er auf den Punkt, woran das deutsche System krankt.

Liebe Handelsblatt.com-Leser,

ja es ist passiert. Schon wieder! Es ist wie mit einer bösen Krankheit, die alle fünf bis sechs Jahre zurück kommt. Und was macht man da normalweise? Man geht zum Arzt, der verschreibt einem Medizin, man ruht sich aus und nach einer Zeit wird es besser.

Der Unterschied zwischen einer bösen Krankheit dem deutschen Eishockey dagegen ist, dass es nie wirklich besser wird! Die Krankheit ist immer da. Wir fühlen uns in einem Jahr nur ein bisschen besser, im nächsten wieder etwas schlechter und dann wieder etwas besser - und aufeinmal macht es BANG, die Krankheit bricht wieder voll aus und die Realität hat uns zurück. Wieder Abgestiegen!

Die Wahrheit und Wirklichkeit ist, dass der Patient "deutsches Eishockey" schon lange kränkelt. Und zwar deutlich länger als Nationalcoach Greg Poss im Amt ist. So sagte Poss-Vorgänger Hans Zach bei seinem Amtsantritt als Bundestrainer, er würde fünf Jahre benötigen um alles in Ordnung zu bringen. Allein: Es wurde nichts draus, Zachs Ankündigung blieb ein leeres Versprechen. Auch sein Rezept schaffte keine wirkliche, langfristige Linderung.

Es ist schon amüsant zu beobachten, wie jetzt jeder mit dem Finger umherzeigt und anderen die Schuld für die momentane Situation in die Schuhe schieben will. Das fängt bei Poss an, geht bei den Spielern und Zach weiter. Die Schiedsrichter, die Gegner, sogar die schlechten Eisflächen müssen da zum Teil als Grund herhalten. Fast schon überraschend, dass mich noch niemand beschuldigt hat, an der ganzen Misere und dem Auftreten in Österreich Schuld zu sein.

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Nur der ganz große Schnitt hilft

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