American Football NFL
Colts eröffnen NFL-Saison gegen die Saints

Die National Football League startet mit der Partie des Titelverteidigers Indianapolis Colts gegen die New Orleans Saints in ihre nächste Rekordsaison. Einen klaren Favoriten gibt es nicht, dafür aber Rekordumsätze.

Die National Football League (NFL) geht ohne klaren Titelfavoriten, aber mit stetig wachsender internationaler Strahlkraft und Einnahmerekorden in Milliardenhöhe in der heutigen Nacht in ihre nächste Saison. Finanziell dürfen sich die Liga und ihre 32 Teams somit schon vor dem Kickoff des Eröffnungsspiels zwischen Super-Bowl-Champion Indianapolis Colts und den New Orleans Saints (2.00 Uhr) als Gewinner fühlen. Spätestens 2012 wird die NFL nach Ansicht von Experten erstmals zehn Mrd. Dollar einnehmen und damit erfolgreicher sein als 95 Prozent der an der Wall Street gehandelten Unternehmen.

Derzeit gehen pro Jahr rund sechs Mrd. Dollar auf den Konten der NFL-Zentrale in New York ein, in den USA wurde man gerade zum 42. Mal in Folge zur beliebtesten Liga gewählt, und auch international entwickelt sich das Football-Unternehmen trotz der Einstellung der NFL Europa immer mehr zur Erfolgsgeschichte. Den nächsten großen Schub versprechen sich die Verantwortlichen vor allem von der Austragung regulärer Saisonpartien im Ausland.

NFL macht Station in Europa

So findet am 28. Oktober erstmals ein Punktspiel auf europäischem Boden statt. Für die Begegnung zwischen den Miami Dolphins und den New York Giants in London waren mehr als eine halbe Million Ticketwünsche eingegangen. Bis 2011 sollen pro Jahr jeweils bis zu zwei Partien außerhalb der USA ausgetragen werden. Für 2008 gilt auch Deutschland als potenzieller Schauplatz.

Sportlich verspricht die kommende Saison erneut große Spannung. Seit Einführung der Gehaltsobergrenze (Salary Cap) 1994 präsentiert sich die Liga Jahr für Jahr äußerst ausgeglichen. Einzig die New England Patriots (2002, 2004 und 2005) und die Denver Broncos (1998 und 1999) konnten in den vergangenen 13 Jahren mehr als einen Super-Bowl-Sieg feiern.

Die Fans belohnen diese Ausgeglichenheit mit einem regelrechten Run auf Merchandisingartikel und Eintrittskarten. In der vergangenen Saison besuchten die 266 Spiele durchschnittlich 83 458 Zuschauer. Selbst der Skandal um den mittlerweile gesperrten Star-Quarterback Michael Vick (Atlanta Falcons), der jahrelang illegale Hundekämpfe organisiert haben soll, konnte die Vorfreude auf die neue Spielzeit jenseits des Atlantiks nicht trüben.

Chargers und Saints sind auf der Liste

Titelverteidiger Indianapolis Colts werden gute Chancen auf den Super-Bowl-Sieg am 3. Februar 2008 in Glendale/Arizona eingeräumt. Doch selbst Colts-Spielmacher Peyton Manning ist sich seiner Sache nicht sicher: "Heutzutage vom Titel zu reden, ist vermessen. Über ein Dutzend Teams hat Titelchancen. Im Endeffekt kann nur der triumphieren, der von Verletzungen verschont bleibt."

Dass sogar einigen noch vor wenigen Jahren belächelten Underdogs wie den San Diego Chargers oder den New Orleans Saints der große Wurf gelingen könnte, wird vor allem im Spielerparadies Las Vegas mit Freude zur Kenntnis genommen. Dort vermeldeten die Buchmacher schon vor dem Saisonauftakt Rekordumsätze.

Wahrscheinlich der einzige Geldregen, der im NFL-Hauptquartier nicht gern gesehen wird. Anders als ihre Kollegen vom Basketball und Eishockey schließt die NFL aus Angst vor Wettbetrug weiterhin jegliche Expansion der Liga nach Las Vegas aus.

© SID

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