American Football NFL Europa
Drei Teams wollen zum World Bowl

Die Hamburg Sea Devils sind vor dem letzten Spieltag der NFL Europa aussichtsreichster Kandidat auf den Einzug in den World Bowl. Frankfurt Galaxy und die Cologne Centurions kämpfen im direkten Duell um einen Finalplatz.

So spannend ging es in der Geschichte der NFL Europa noch nie zu. Am 10. und letzten Spieltag haben noch drei Teams die Chance auf den Einzug ins Finale. Die besten Chancen beim Showdown haben die Hamburg Sea Devils, die mit einem Sieg am Samstag (19.00 Uhr) beim Ex-Meister Rhein Fire in ihrer dritten Saison erstmals den World Bowl erreichen würden. Doch selbst bei einer Niederlage wären die Hanseaten aller Voraussicht nach im Endspiel, denn nur ein Unentschieden im zeitgleichen Duell zwischen Titelverteidiger Frankfurt Galaxy und den Centurions Köln würde sie dann aus dem Rennen werfen. In 15 Jahren gab es aber erst zwei Remis in der NFL Europa.

Hamburg will Albtraum vertreiben

"Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen", mahnte Headcoach Vince Martino: "Noch sind wir nicht im Finale. In diesem Sport ist alles möglich." Zuletzt hatte es in der vergangenen Saison zwischen Hamburg und Berlin Thunder ein Remis nach Verlängerung gegeben (17:17). "Ich habe von einem Unentschieden zwischen Frankfurt und Köln geträumt. Ein Albtraum", meinte Running Back Tony Hollings.

Mit einem Remis könnte Rekordmeister Frankfurt gut leben. Denn dann stünden die "Galaktischen" auf jeden Fall zum achten Mal im Finale. "Wir haben den Vorteil, dass wir zu Hause spielen. Unsere Fans sind der zwölfte und manchmal sogar der 13. Mann", sagte Galaxy-Cheftrainer Mike Jones. Die Hessen haben zwar bisher alle vier Heimspiele der Saison gewonnen, doch auch die Kölner kommen mit makelloser Bilanz: Sie gingen bislang auswärts immer als Sieger vom Feld.

Allerdings müssen sie in Frankfurt ohne ihren Headcoach David Duggan auskommen. Bei dem US-Amerikaner, der beim 31:13 am vergangenen Samstag gegen die Amsterdam Admirals einen Kreislaufkollaps erlitten hatte, wurden Herzprobleme festgestellt. "Die gesamte Mannschaft ist in Gedanken bei ihm", sagte Kölns Football-Urgestein Werner Hippler: "Wir werden alles dafür tun, ihn am Samstag zufrieden zu stellen."

Hippler will nicht mit Niederlage abtreten

Für den 36-Jährigen könnte das Spiel in Frankfurt, sein 106. in der NFL Europa, das letzte der Karriere sein. Doch daran will Hippler, der nach Saisonende seine Football-Laufbahn beendet, nicht glauben. "Ich habe nicht vor, mit einer Niederlage aufzuhören", sagte der Tight End: "Nicht am Samstag und nicht am 23. Juni." Das World-Bowl-Finale in gut einer Woche soll der krönende Abschluss seiner Karriere werden: Ausgerechnet in Frankfurt bei seinem Ex-Klub, mit dem er dreimal die Kristallkugel gewann, will er noch ein viertes Mal triumphieren.

Nur noch um den letzten Tabellenplatz geht es heute (20.00 Uhr) zwischen Vizemeister Amsterdam Admirals und Berlin Thunder. Der dreimalige Champion aus der Hauptstadt muss mit mindestens vier Punkten Differenz gewinnen, um die Rote Laterne an die Niederländer abzugeben.

© SID

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