American Football NFL Europa
Fire steht das Wasser bis zum Hals

Während Frankfurt auch nach der ersten Saisonniederlage noch an der Spitze der NFL Europa thront, steht Rhein Fire bereits mit dem Rücken zur Wand. Die Düsseldorfer kassierten am vierten Spieltag die dritte Pleite.

Nach einem Kollektivschlaf in der ersten Halbzeit konnte Titelverteidiger Frankfurt Galaxy seine weiße Weste in der NFL Europa nicht wahren. Beim 17:19 am vierten Spieltag bei den Amsterdam Admirals verhinderte auch eine 17:0-Aufholjagd im zweiten Durchgang die erste Saisonniederlage des Rekordmeisters nicht. Dennoch behauptete das Team von Trainer Mike Jones seine Spitzenposition in der Tabelle.

"Amsterdam ist aus dem Bus ausgestiegen und war sofort bereit zu spielen. Wir waren in der ersten Halbzeit aus irgendeinem Grund nicht in der Lage, mit der Intensität der Admirals mitzuhalten", sagte Headcoach Jones. Das Team aus der niederländischen Hauptstadt unterstrich seinen Ruf als Angstgegner der Hessen. Beim einzigen nicht deutschen Team in der NFL Europa verließen die "Galaktischen" schon zum fünften Mal in Folge den Platz als Verlierer.

Höchster Heimsieg für Hamburg gegen Fire

Gute Stimmung herrschte derweil bei den Hamburg Sea Devils nach deren zweitem Saisonsieg. Beim 34:9-Erfolg gegen Rhein Fire vor 19 347 Zuschauern feierten die Hanseaten den höchsten Heimsieg ihrer dreijährigen Nfle-Geschichte. "Unsere Mannschaft hat hervorragend gespielt. Wir haben Big Plays gemacht und Fehler weitestgehend vermieden", sagte Hamburgs Coach Vince Martino, der erstmals den ehemaligen Sprintstar Dwain Chambers auf das Spielfeld schickte. Der frühere 100-m-Europameister blieb aber ohne nennenswerte Aktionen.

Angesichts von vier Touchdowns und zwei Field Goals der Hamburger war Rhein Fires Trainer Rick Lantz sichtlich enttäuscht: "Die Sea Devils haben uns einfach überrannt. Sie waren uns in allen Phasen des Spiels überlegen." Die Düsseldorfer kassierten bereits die dritte Saisonniederlage und sind Tabllenschlusslicht.

Köln verspielt komfortable Führung

Ein kurioses Spiel bekamen die 10 084 Zuschauer in Köln zu sehen. Die Cologne Centurions verspielten gegen Berlin Thunder eine 21:0-Führung und mussten sich am Ende mit 28:31 geschlagen geben. "So einen Vorsprung zu verschenken und das Spiel noch zu verlieren ist peinlich", meinte Kölns Trainer David Duggan geknickt.

Den Startschuss zur Aufholjagd gab Berlins Chris Barclay, der das Lederei nach einem Kick-off der Kölner über das gesamte Feld zu einem spektakulären 99-Yard-Touchdown zurücktrug. Running Back Damien Rhodes machte 1:12 Minuten vor Schluss mit dem entscheidenden Touchdown den zweiten Saisonsieg der Berliner perfekt. In der Tabelle liegt Thunder wie Hamburg, Köln und Amsterdam nur einen Sieg hinter Frankfurt.

Durch die leichtfertige Niederlage trat auf Seiten der Centurions auch das Jubiläum von Werner Hippler in den Hintergrund. Der Tight End absolvierte sein 100. Spiel in der Europaliga. Hippler hatte seine Profi-Karriere in Frankfurt begonnen und feierte mit den Hessen drei Meisterschaften.

© SID

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