American Football NFL Europa
Kick-off für NFL Europa nähert sich zum 15. Mal

In ihre bereits 15. Saison geht die NFL Europa am heutigen Samstag. Neben Ex-Sprinter Dwain Chambers und Deutschlands Top-Footballer Constantin Ritzmann wid die Liga auch vom Sohn eines Oscar-Preisträgers bereichert.

Deutschlands Football-Freunde kommen ab heute wieder voll auf ihre Kosten, die NFL Europa startet in ihre 15. Saison. Auf Oscar-Preisträger Denzel Washington muss der Europa-Ableger der National Football League zum Saisonauftakt allerdings noch verzichten, denn dessen Sohn John David ist bei den Hamburg Sea Devils heute (18.00 Uhr) gegen die Cologne Centurions nur Ersatz.

Dafür feiert ein anderer Prominenter sein Football-Debüt. Staffel-Europameister Dwain Chambers, der nach seiner Dopingsperre und kurzer, freudloser Rückkehr der Leichtathletik ade sagte, steht im Hamburger Team und soll auch eingesetzt werden. "Ich bin unheimlich aufgeregt", sagt der 28-jährige Engländer, der mit dem Designer-Steroid THG erwischt worden war. Im Football betritt der Sprinter absolutes Neuland: "Ich habe noch viel zu lernen."

Aus NFL Europe wurde NFL Europa

Zum Saisonauftakt fehlt dagegen noch der deutsche Vorzeige-Footballer. Constantin Ritzmann, der an Heiligabend 2005 als erster deutscher Feldspieler in der großen NFL auf dem Feld stand, kuriert im Liga-Lazarett in Birmingham/Alabama eine Knochenprellung aus. Der 27-Jährige, der mit seinem Einsatz für die Atlanta Falcons bei den Tampa Bay Buccaneers deutsche Football-Geschichte schrieb, wird von seinem neuen Klub Berlin Thunder schmerzlich vermisst.

"Wir haben fest mit ihm geplant. Er hatte sich zu Beginn des Trainingscamps in Tampa bestens präsentiert und Lust auf mehr gemacht", sagt Headcoach John Allen vor dem Gastspiel am Samstag (19.00 Uhr) bei Rhein Fire. Abwehrspieler Ritzmann wird erst im Lauf der Saison zu den Berlinern stoßen.

Mit Namen wie Washington, Chambers und Ritzmann hofft die europäische Football-Liga, die angesichts von fünf deutschen Klubs im Sechser-Feld ihren Namen von NFL Europe in NFL Europa änderte, auf mehr Resonanz als in der Vergangenheit. Denn die Ziele, die sich der neue Liga-Boss Uwe Bergheim gesetzt hat, sind hoch. "Wir müssen aus dem Minus herauskommen", fordert der ehemalige Vorstandschef eines Mobilfunkunternehmens und beziffert den jährlichen Verlust auf rund 40 Mill. Dollar.

"Was wir brauchen, ist ein höheres Medieninteresse, dadurch ein höheres Sponsoreninteresse und auch mehr Zuschauer", sagt Bergheim, der in dieser Saison die Marke von 20 000 Fans pro Spiel erreichen will. Bislang kamen bestenfalls durchschnittlich rund 18 000 Zuschauer in die Stadien. Um aus den roten Zahlen herauszukommen, reicht das aber nicht.

Unterstützung bis 2010 zugesichert

Dafür braucht die Tochter mehr Unterstützung von der Mutter in den USA. "Wir müssen reguläre Saisonspiele der NFL nach Deutschland holen", sagt Bergheim: "Aber die holen wir nur, wenn das Fernsehen sie auch will. Wenn die Deutschen das nicht wollen, dann wollen sie auch die Tochterliga nicht." Bis 2010 hat der neue Liga-Chef Zeit, sein Vorhaben umzusetzen. So lange haben sich die US-Bosse verpflichtet, die Europaliga zu finanzieren.

Sportlich werden die Karten wieder neu gemischt. Bis auf die sogenannten "Nationals", die Nicht-Amerikaner, und einige wenige Heimkehrer haben alle sechs Teams neues Personal bekommen. Ob Rekordmeister Frankfurt Galaxy, der im Vorjahr seinen vierten Titel gewann, den World Bowl am 23. Juni im heimischen Stadion erreichen kann, könnte sich schon zum Auftakt zeigen. Denn die Hessen treffen am Samstag (19.00 Uhr) in einer Neuauflage des Vorjahresfinales auf Vizemeister Amsterdam Admirals.

© SID

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