America´s Cup Vorregatta
Schwarzer Tag für Team Germany vor Valencia

Nach seinem guten Auftaktergebnis am Dienstag hat das deutsche Segel-Syndikat Team Germany am zweiten Tag der 13. Vorregatten (Act 13) für den 32. Americas´s Cup in Valencia zwei schwere Rückschläge hinnehmen müssen. Zunächst reichte es für den dänischen Skipper Jesper Bank und seine Crew im zweiten Fleetrace nur zu Rang neun, im dritten Rennen musste der erste deutsche Teilnehmer in der 156-jährigen Geschichte der Veranstaltung dann wegen eines Materialschadens sogar aufgeben. Am Vortag hatte man mit der erstmals eingesetzten neuen Yacht Germany I noch einen ansprechenden sechsten Rang belegt.

Zu der Beschädigung am deutschen Boot war es bei Windstärken von rund 20 Knoten durch eine Berührung mit der +39-Challenge aus Italien gekommen. "Die Mastspitzen sind kollidiert. Danach konnten wir nur noch das Segel bergen, das Boot retten und uns tot stellen", erklärte der deutsche Floater Jan Schoepe: "Man muss froh sein, dass auf beiden Booten keiner der Segler zu Schaden gekommen ist."

An der Germany I ist dennoch nur ein geringer Schaden zu beklagen gewesen. "Es ist reperabel", meinte Schoepe. Am Donnerstag werden die Deutschen aber mit einem anderen Rigg segeln müssen. Weitaus tragischer sind die Auswirkungen der Kollision für die +39-Challenge. Bei den ohnehin von finanziellen Problemen geplagten Italienern brach ihr einziger rund 500 000 Euro teure Mast. Die Schuldfrage des Crashs soll nach einem Protest der Südeuropäer am Mittwochabend in einer Anhörung vor einem Schiedsgericht entschieden werden.

Zwei Siege für Alinghi

Die Tagessiege sicherte sich derweil der Schweizer Titelverteidiger Alinghi, bei dem der dreimalige Olympiasieger Jochen Schümann aus Penzberg erwartungsgemäß erneut pausierte. Die Eidgenossen übernahmen damit auch die Führung in der Gesamtwertung. Auf den Rängen zwei und drei folgen BMW-Oracle-Racing (USA) und das Team New Zealand (Neuseeland). Das Team Germany belegt vorerst Platz neun.

Der Hamburger Boat Captain Tim Kröger musste an Bord des Teams Shosholoza ebenfalls einen Rückschlag hinnehmen. Mit Rang acht im zweiten Rennen konnte der zweite Platz in der Auftaktwettfahrt nicht bestätigt werden. Im dritten Rennen sprang für die Südafrikaner nach Materialproblemen sogar nur Rang zehn heraus. Für den Münchener Vorschiffsmann Tony Kolb reichte es mit der US-Kampagne BMW-Oracle-Racing am Mittwoch zu den Rängen vier und sieben.

Beim Act 13 kämpfen die elf Alinghi-Herausforderer noch bis zum Freitag um die letzten Bonuspunkte für die am 16. April beginnenden Ausscheidungsrennen für den America´s Cup. Die Schweizer sind als Titelverteidiger derweil direkt für den Cup vom 23. Juni bis 7. Juli qualifiziert.

© SID

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