Anerkennung für die „Kiwis“
„Der Bessere hat gewonnen"

Im dritten Finalrennen um den America's Cup wurde Titelverteidiger Alinghi für eine furiose Aufholjagd nicht belohnt. "Wir sind super gesegelt", war Jochen Schümann trotz der erneuten Niederlage zufrieden.

Nach einem der packendsten Rennen der jüngsten America's-Cup-Geschichte schwankte Jochen Schümann zwischen Stolz und Enttäuschung. Auf der einen Seite hatte sein Team mit einem Kraftakt einen enormen Rückstand in eine Führung verwandelt, auf der anderen Seite am Ende aber doch verloren. "Die Neuseeländer hatten in dem Wirrwarr das glücklichere Händchen", brachte der Sportdirektor der Alinghi das Rennen auf den Punkt.

Begonnen hatte das Duell überraschend einseitig: Dank eines kräftigen Winddrehers lagen die "Kiwis" nach dem ersten Abschnitt bereits unglaubliche 1:23 Minuten in Führung. Dann aber schmolz der Vorsprung wie Schweizer Schokolade in der spanischen Sonne. "Wir hatten schon verloren, sind aber zurück gekommen. Wir sind super gesegelt", meinte Schümann. Mit 15 Sekunden Vorsprung ging der Titelverteidiger auf die Zielgerade.

"Das Rennen war vom Wind bestimmt"

In den letzten Minuten schlug die Windlotterie aber erneut zu -- diesmal zu Gunsten des Team New Zealand. "Wenn man in zwei Minuten 200 Meter verliert, segelt man nicht normal", verteidigte der dreimalige Olympiasieger aus Penzberg seine Mannschaft: "Das Rennen war eindeutig vom Wind bestimmt, auch wenn wir zum Schluss den Kiwis vielleicht zu viele Freiheiten gelassen haben."

Unter dem Strich zollte Schümann dem Herausforderer dann auch Respekt. "Der Bessere hat gewonnen", gab der 53-Jährige zu. Was der Sportchef freilich nur auf das dritte Rennen bezog. Denn von der Titelverteidigung ist er weiterhin überzeugt: "Für uns gibt es keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Am Ende werden wir gewinnen."

© SID

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