Angelique Kerber
„Die neue verdiente Nr. 1 der Welt!!! Unglaublich. Du Champ!!!“

„Das ist einfach unglaublich!“: Angelique Kerber übernimmt die Führung der Weltrangliste – als erste deutsche Tennisspielerin nach Steffi Graf. Die Reaktionen und das nächste Ziel der 28-Jährigen.

New YorkAngelique Kerber hat bei den US Open ihr drittes Grand-Slam-Endspiel in diesem Jahr erreicht und als erste deutsche Tennisspielerin nach Steffi Graf die Führung in der Weltrangliste übernommen. Die 28-Jährige aus Kiel gewann am Donnerstag im Halbfinale gegen die Dänin Caroline Wozniacki 6:4, 6:3 und zog zum ersten Mal in ihrer Karriere in New York in das Finale ein.

Dort trifft Kerber am Samstag (22.00 Uhr MESZ/Eurosport) auf Karolina Pliskova. Die Tschechin warf im ersten Halbfinale Serena Williams aus dem Turnier und sorgte schon damit für den Wechsel an der Spitzenposition. Vom kommenden Montag an wird Kerber 19 Jahre nach Steffi Graf die beste Tennisspielerin auf der WTA-Tour sein.

„Das ist einfach unglaublich. Es ist ein großartiger Tag. Hier zum ersten Mal im Finale zu stehen und die Nummer eins der Welt zu sein, klingt toll“, sagte Kerber. „Die erste Deutsche seit Steffi zu sein, ist fantastisch. Ich denke, sie ist stolz auf mich.“

Boris Becker gratulierte umgehend. „Meine größte Wertschätzung...”, twitterte der dreimalige Wimbledonsieger, nachdem Kerber in New York mit dem Sieg über die Dänin Caroline Wozniacki in das Endspiel eingezogen war. Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner ist stolz. „So, wir haben die neue verdiente Nr.1 der Welt!!! Unglaublich. Du Champ!!! Genieß das Finale!!!”, twitterte Rittner.

Williams verlor 2:6, 6:7 (5:7) gegen Pliskova und haderte: „Heute hat nicht viel richtig gut geklappt. Ich habe viele Fehler gemacht und habe nicht so gut gespielt wie zuvor.“ Die 34-Jährige hätte das Endspiel erreichen müssen, um eine Chance auf die Verteidigung ihrer Führung in der Weltrangliste zu haben. „Ich rede jetzt nicht über die Nummer eins“, sagte die leicht am Knie verletzte Williams.

Kerber hatte die Fragen nach der Chance auf Platz eins im Branchenranking zuletzt immer wieder von sich gewiesen. „Wenn es so kommt, wäre das unglaublich“, hatte die Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele von Rio gesagt. „Ich konzentriere mich hier jetzt nicht auf die Nummer eins, sondern auf Matches, die ich gewinnen möchte. Ich fühle mich gut. Schauen wir mal, was die nächsten Tage und Wochen so bringen“, sagte sie nach ihrem Achtelfinal-Einzug.

Nun hat sie ohne Satzverlust das Endspiel in Flushing Meadows erreicht. Im Achtelfinale gegen die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova, im Viertelfinale gegen die Vorjahresfinalistin Roberta Vinci und jetzt in der Vorschlussrunde gegen die ehemalige Weltranglisten-Erste Wozniacki zeigte Kerber Weltklasse-Leistungen. Sie ist die erste Deutsche im US-Open-Finale seit Graf im Jahr 1996.

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Vom ersten Ballwechsel an dominiert

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