Anhaltende Trainerdiskussion
Franz Reindl könnte Poss beerben

Nach dem bitteren Abstieg der DEB-Auswahl scheinen die Tage von Greg Poss als DEB-Trainer gezählt. Als heißester Favorit auf die Poss-Nachfolge gilt mittlerweile Generalsekretär Franz Reindl. In der öffentlichen Diskussion werden Eishockey-Legenden wie Uwe Krupp und Erich Kühnhackl ganz weit vorne als Wunschnachfolger gehandelt.

HB INNSBRUCK.Nach sid-Informationen hat Franz Reindl, Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes, die besten Karten auf die Poss-Nachfolge. "Innerhalb der nächsten zwei, drei Tage werden wir eine Entscheidung treffen", kündigte DEB-Präsident Hans-Ulrich Esken am Tag nach dem fünften Abstieg der deutschen Nationalmannschaft an.

Zunächst soll über die Personalie Poss entschieden werden. Dass der US-Amerikaner nach dem WM-Desaster gehen muss, ist so gut wie sicher. "Die Erfolge, die er als denkbar angesehen hat, hat er nicht erreicht. Der Abstieg ist ein Scheitern", stellte Esken unmissverständlich fest und stimmte damit schon den Abgesang auf den 39-Jährigen an, der mit Halbfinalträumen im vergangenen Oktober die Nachfolge von Hans Zach angetreten hatte.

Eine Rückkehr des Poss-Vorgängers, der die DEB-Auswahl dreimal ins WM-Viertelfinale und bei Olympia 2002 unter die besten Acht geführt hatte, ist zumindest zum jetzigen Zeitpunkt wegen des Widerstandes der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) eher unwahrscheinlich. "Hans Zach steht in Köln unter Vertrag, und es gibt den Beschluss, dass es keine Doppelfunktion mehr geben soll", sagte Esken.

Für Reindl, Bronzemedaillengewinner von 1976, spricht, dass der 50-Jährige bereits beim DEB unter Vertrag steht und somit wohl die preisgünstigste Lösung wäre. Der Kontrakt mit Poss, der im Februar verlängert worden war, ist frühestens zum 31. Mai 2006 kündbar. "Ich kann nur eine Empfehlung aussprechen, das Präsidium muss entscheiden", sagte der 181-malige Nationalspieler Reindl, der an acht Weltmeisterschaften und drei Olympischen Spielen teilnahm: "Meine Entscheidung steht. Jetzt muss die Führung Stärke zeigen und eine Entscheidung fällen."

Nach sid-Informationen hatte der DEB schon während des Turniers über eine Ablösung von Poss nachgedacht, auch wenn Esken sich öffentlich vor den Trainer gestellt hatte. Poss hatte noch am Mittwochabend nach dem 6:2-Sieg der Slowenen gegen WM-Gastgeber Österreich, der den fünften deutschen Abstieg nach 1964, 1968, 1973 und 1998 besiegelte, mit Reindl telefoniert. Am Donnerstag war der Amerikaner zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen.

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