Anschütz-Thoms hört 2007 auf
„Es gibt ein Leben nach dem Sport“

Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thoms setzt auf Familienplanung. Am Abend nach dem Triumph der deutschen Damen in der Team-Verfolgung hat sie überraschend ihren Rücktritt vom Leistungssport nach der Saison 2006/2007 angekündigt.

HB TURIN. "Es gibt ein Leben nach dem Sport. Ich werde definitiv nicht mehr in Vancouver 2010 starten. Ich hänge nur noch eine Saison dran, dann ist Schluss", erklärte die Erfurterin bei der Siegerparty im Thürigen- Haus.

Erst im Dezember hatte die 31-Jährige unter Ausschluss der Öffentlichkeit ihren langjährigen Lebensgefährten Marian Thoms geheiratet und trägt seitdem den Doppelnamen. "Nun machen wir uns Gedanken über die Familien-Planung, natürlich möchten wir auch einmal Nachwuchs haben", meinte sie.

Die Frau, die in der Vergangenheit oft im Schatten der Stars Anni Friesinger und Claudia Pechstein stand, hatte sich im Mannschafts- Wettkampf als die Seele des deutschen Teams erwiesen und war als Einzige in allen vier Rennen bis zum Gold zum Einsatz gekommen.

"Schon eine Medaille wäre die Krönung meiner Karriere gewesen. Dass es nun Gold ist, ist unbeschreiblich", meinte die Thüringerin, die in Turin auch noch die Starts über 1500 und 5000 Meter plant. "Aber meine starken Strecken liegen hinter mir. Alles was jetzt kommt, ist nur noch Zugabe", sagte die Team-Weltmeisterin des Vorjahres.

Überrascht von ihrer Rücktritts-Ankündigung zeigte sich ihr Trainer Stephan Gneupel. "Ich weiß davon noch gar nichts", sagte der Bundestrainer. "Ich bin sicher, mein Trainer wird mich verstehen. Er hat mich bisher in allen Fragen unterstützt", ist sich Daniela Anschütz-Thomas sicher.

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