Antwort in zehn Tagen
UCI leitet Untersuchung im Fall Armstrong ein

Der Internationale Radsport-Verband (UCI) hat eigene Nachforschungen zu den Dopingvorwürfen der „L'Equipe“ über EPO-Missbrauch bei der Tour de France 1999 angekündigt. Der von der französischen Sportzeitung vor einer Woche enthüllte Name des siebenmaligen Tour-Siegers Lance Armstrong (USA) wurde von der UCI am Montag allerdings nicht ausdrücklich genannt.

HB AIGLE. Vielmehr sollen sich die Nachforschungen auf alle von der „L'Equipe“ recherchierten Fälle richten. Ihre Schlussfolgerungen wolle die UCI „innerhalb der nächsten zehn Tage“ publik machen.

Nach Recherchen der „L'Equipe“ sei bei Armstrong bei seinem ersten Tour-Sieg 1999 in sechs B-Proben das Blutdopingmittel EPO enthalten gewesen. Die Substanz war damals noch nicht nachweisbar. Das Kontrolllabor von Chatenay-Malabry bei Paris hatte die eingefrorenen Proben aber nachträglich analysiert. Dabei konnte von der Zeitung zunächst nur der Name Armstrong bestimmten Codes zugeordnet werden.

Der Chefredakteur der „L'Equipe“ hatte am Wochenende weitere Veröffentlichungen von Fahrer-Namen angekündigt, von denen positive Doping-Proben aus den Jahren 1998 und 1999 vorlägen. „Wir arbeiten daran“, sagte Claude Droussent. 52 positive Proben ohne Zuordnung sollen der Zeitung und auch der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA noch vorliegen. Die UCI bedauerte am Montag, dass bei den Veröffentlichungen das Prinzip der Vertraulichkeit gebrochen wurde.

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