Appell an Regierung
Turin will notfalls Lotto spielen

TURIN. Die Organisatoren der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin (10. bis 26. Februar) sehen sich vor noch größere finanzielle Probleme gestellt. Nachdem die Regierung in Rom angekündigt hatte, dem Organisationskomitee Toroc 16 Mill. Euro streichen zu wollen, wurde auch in den Kassen des Toroc ein Minus von 37 Mill. Euro festgestellt. Das berichtete die römische Tageszeitung La Repubblica am Mittwoch.

"In einigen Fällen ist mehr ausgegeben worden als ursprünglich geplant war", gab Toroc-Generaldirektor Cesare Vaciago bekannt. Er hatte vor sechs Monaten das Ruder im Organisationskomitee der Spiele übernommen und sucht nun fieberhaft nach einer Lösung. "Wir hoffen auf neue Sponsoren. Sollten wir keine finden, denken wir an eine Lotterie, um das Manko auszugleichen", erklärte Vaciago.

Er appellierte an die Regierung Berlusconi, dem Toroc unter die Arme zu greifen. Sollte keine zusätzlichen Finanzierungen bewilligt werden, seien Opfer notwendig. "In dem Fall werden wir die Ausgaben für das Personal einschränken müssen. Auch einige Dienstleistungen werden nicht mehr gratis sein", so der Generaldirektor.

Im Haushaltsgesetz, das von der Mitte-Rechts-Regierung verabschiedet wurde und bis Jahresende vom römischen Parlament gebilligt werden muss, hat das Kabinett dem Organisationskomitee 16 Mill. Euro gestrichen. Der Präsident des italienischen NOK, Gianni Petrucci, verhandelt nun mit der Regierung, um die Kürzungen rückgängig zu machen. "Olympia ist die Visitenkarte Italiens in der Welt. Eine derartige Ausgabenkürzung gefährdet die letzten Vorbereitungen vor den Spielen", meinte Petrucci.

© SID

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