ARD-Olympia-Duo hatte große Anlaufschwierigkeiten
Erst Kati bringt Waldi & Harry auf Trab

Zum Glück gibt's Katarina Witt. Die kecke Doppel-Olympiasiegerin rettete das Debüt von "Waldi und Harry" am späten Sonntagabend in der ARD.

HB SESTRIERE/HANNOVER. "Es soll doch eine lustige Sendung sein", stachelte die TV-erprobte Eiskunstläuferin ihre müde wirkenden Kollegen Waldemar Hartmann und Harald Schmidt zu mehr Einsatz an. Das saß. Zum Schluss kamen 2,41 Millionen Zuschauer bei der von einem großen Medienrummel begleiteten Olympia-Show doch auf ihre Kosten.

"Nach zehn Minuten haben wir bereits 0:2 zurückgelegen. Am Ende sind wir mit einem 3:3 davon gekommen. Die letzten zehn Minuten waren top", kommentierte Entertainer Schmidt hinterher selbstkritisch die Premiere. In der ungewohnten "Sidekick"-Rolle hatte der spitzzüngige Schwabe Abstimmungsprobleme mit dem bayerischen Sportmoderator. "Du steckst "ne Mörder Kohle ein und sagst nichts", frotzelte "Waldi", der das sportliche Tagesgeschehen ziemlich sachlich mit Rennrodler Georg Hackl, Skispringer Michael Uhrmann und dem Skilauf-Experten Markus Wasmeier abarbeitete.

"Der Mann hat eine Aerodynamik, er ist ein Talent", lobte Rodel-Legende Hackl den Liegeversuch von "Harry" auf dem Rennschlitten. Statt eines Doppelsitzers stand nur ein einfacher Rodel im TV-Studio im Deutschen Haus. Aus dieser "schlampigen Nummer" (Schmidt) kamen die Moderatoren aber gut heraus. "Vielleicht sollte es ein gemischter Rodler sein", warf Witt ein. Sekunden später saß "Kati" im Schlitten auf dem Schoss von Hackl-Schorch. "Ich brauche zum Doppelrodeln keinen Schlitten", konterte "Harry" in bester Schmidt-Manier.

"Ich bin drei Minuten vorher abgefangen und in die Sendung geschoben worden. Es war cool, dass ich so Harald Schmidt mal kennen gelernt habe", freute sich Michael Uhrmann über den nicht geplanten Auftritt. Olympiasieger Georg Hettich, als Studio-Gast vorgesehen, schlief derweil friedlich. Keiner hatte ihm Bescheid gesagt. "Waldi und Harry wird sich einspielen. Die Sendung soll eine Mischung aus Tageszusammenfassung und Klamauk sein", sagte ARD-Teamchef Werner Rabe.

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