Armstrong gibt auf Wird Jan Ullrich nun viermaliger Tour-Sieger?

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Drei weitere Titel für Jan Ullrich?

Armstrong hatte erst Anfang der Woche eine weitere Niederlage im Ringen mit der Usada hinnehmen müssen. Ein Richter in Armstrongs Heimatstadt Austin wies die Klage des Ex-Radprofis am Montag ab, der die Usada bei ihren Ermittlungen gegen sich blockieren wollte. Durch diesen Beschluss war Armstrong die Möglichkeit genommen worden, eine Schiedsgerichts-Verhandlung zu verhindern, bei der er offiziell als Doper gebrandmarkt werden könnte. „Heute schließe ich diese Seite. Ich werde dieses Thema nicht mehr ansprechen, unabhängig von den Umständen“, schrieb Armstrong.

Die Doping-Jäger werfen Armstrong jahrelanges Doping und Handel mit illegalen Substanzen vor. Der siebenmalige Gewinner der Tour de France soll Teil einer regelrechten „Doping-Verschwörung“ gewesen sein. Der Texaner wird seit Jahren mit Doping-Vorwürfen konfrontiert. Zuletzt hatten mehrere ehemalige Teamkollegen gegen ihren früheren Chef ausgesagt.

Armstrong teilte mit, dass er sich künftig nur noch um die Arbeit seiner Stiftung, dem Kampf gegen Krebserkrankungen und um seine Familie kümmern wolle. „Nach vorne blickend werde ich mich um die Erziehung meiner fünf wunderbaren (und energetischen) Kinder und dem Kampf gegen Krebs widmen und versuchen, der fitteste 40-Jährige auf dem Planeten zu sein“, schrieb er.

Und Ullrich? Der macht sich keine besonderen Gedanken über eine mögliche Aberkennung der Titel von Armstrong. „„Das beschäftigt mich nicht mehr groß“, sagte der ehemalige Radprofi. „Ich habe mit meiner Profikarriere abgeschlossen und habe immer gesagt, dass ich auch auf meine zweiten Plätze stolz bin.“

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23 Kommentare zu "Armstrong gibt auf: Wird Jan Ullrich zum viermaligen Tour-de-France-Sieger?"

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  • Schneller, weiter, höher, da kommt doch richtig Freude auf, bei so viel amateurhaftem Glauben, Sport sei eine Ertüchtigung für Leib und Seele. Schon seit einigen Dekaden wird beim Sport, so auch bei der "Tour der France" den "Gläubigen" vorgegaukelt, es seien "faire" Verhaltensweise eingebaut.

    Da es mittlerweile für jede Beruhigung Pharmaka gibt, warum sollte das nicht zur "Leistungssteigerung" eingebaut werden. In Kreisen, wo es um noch mehr Geld geht, bekommt der ein oder andere hin und wieder auch seine Grenzen aufgezeigt. Da wird sich halt was eingeworfen, bis die Wirkung gänzlich verpufft und dann kommt das große Jammer und Geheule.

    Und daß nun einem weitereren "Saubermann" des Sports verschiedene Titel zugesprochen werden, sollte dem letzten Fan endlich die Fassung nehmen, auf diese Art von "Sport" verzichten zu wollen. Nichts da, so viel Zeitvertreib darf schon sein. Wie wäre es einmal selbst aufs Fahrrad zu steigen und Übungen zu absolvieren, die dem Geist und der Seele gleichermaßen gut tun würden? Ganz ohne Antrieb und natürlich auch ohne Beifall. Wer will denn schon Berge erklimmen, wenn es vom Sofa aus auch geht? Schönen Sonntag noch.

  • im fußball gibts kein doping da kokst ja auch keiner ( grins...)

  • Und was, wenn die die nun möglicherweise aufrückenden Zweiten auch unter Dopingverdacht stehen.
    Seit Anbeginn des Tour de France hat wahrscheinlich niemand das Rennen ohne Doping überstanden.

  • Ich wusste gar nicht, dass die Usada Einfluss auf die Ergebnislisten der Tour de France-Organisation hat.

  • Einige Toursiege können nicht mehr zurückgenommen werden. Grund: Sie liegen länger als 8 Jahre zurück. Doping ist damit verjährt.

    Und wenn man die Schlagzeile so provokant mit Jan Ullrich schreibt, so hätte mann auch erwähnen können, dass Andreas Klöden 2004 Zweiter war und dann ein weiterer deutscher zum Toursieger gekürt würde!veaK

  • Wie kompliziert wird das erst im Fußball. Wenn z.B. ein ehem. Topspieler 10 Jahre nach seiner Karriere zugibt, regelmäßig gedopt zu haben? Werden dann die Mannschaften in denen er gespielt hat nachträglich absteigen und andere nachträglich aufsteigen?

    Ach nein ich vergaß. Im Fußball gibt es kein Doping. Immerhin wird von den Spielern 2 mal im Jahr eine Urinprobe genommen. Da kann ja nix passieren. Gedopt wird nur im Radsport!

  • man hat ihn nie positiv getestet alles nur eine Hexenjagd von NEIDERN für mich und viele viele andere bleibt er der größte und hoffentlich kommen nun noch mehr werbeverträge.
    NUN ERST RECHT

  • labore sind staendig damit beschaeftigt einen neuen und besseren weg des dopings zu finden.es ist jede menge geld damit zu machen.dann gibt es noch das legale dopen mit schildruesen hormonen das trotz mehrmalieger aufforderung nicht auf die dopingliste aufgenommen wurde.denke man hat angst davor sonst muesste z.b. fast alle in der leichtathletik ihre london medallien zurueck geben.wenn man in die juengere vergangenheit zurueck schaut wurde selbst in verbaenden z.b.ddr,usa ,finnland(ski langlauf)und oesterreich(Ski langlauf)usw.fast flaechendeckend gedopt.die medien haben aber nur das rad fahren als so negativ ausgemacht.ueber alles andere wird der mantel des schweigens gedeckt.wenn man jetzt jan ullrich die siege zuschreibt macht man den bock zum gaertner.

  • na endlich, es war zwar klar dass es eng für Amstrong werden würde wenn die Amis richtig ermittlen. Nun ist es zur Gewißheit geworden, dass er keine "Lust" hatte wie andere amerikanische Sportler wegen Falschaussage unter Eid ins Gefängnis zu gehen. Man kann die Amis nur gratuliernen, sie sind keine so "Weicheier" bei der Dopingverfolgung wie bei uns. Man muß sich vorstellen, dass das Verfahren gegen Ulrich gegen Zahlung einer Geldstrafe eingestellt wurde.
    Man kann nur hoffen, dass sich nun die Leute die Amstrong mit Klagen überzogen hat nun noch einmal "melden"

  • wenn die top-20- oder top-100-fahrer gedopt sind, kann niemand beschuldigt werden, er habe sich per doping anderen gegenüber einen vorteil verschafft. entweder ändert man die tour so, dass sie weniger leistung erfordert oder man schafft den sport komplett ab oder man lässt den Sportlern ihre Doping-Mittel. Man kann nicht auf der einen seite latent Doping provozieren und auf der anderen Seite Doping anklagen. Das ist wie bei Versailles.

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