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Armstrong: "Jan kann die Tour gewinnen"

Lance Armstrong erwartet für das kommende Jahr eine "sehr spannende" Tour de France. Auf dem Favoriten-Zettel hat der US-Amerikaner dabei zwei Namen: Ivan Basso und Jan Ullrich.

Die letzte Etappe war noch nicht gefahren, seine letzten Kilometer als Radprofi noch nicht absolviert, da blickte Lance Armstrong schon wieder nach vorne. "Ivan Basso", lautete die Antwort des US-Amerikaners auf die Frage nach dem Tour-Favoriten für das kommende Jahr - erst auf Nachfrage stand er auch Jan Ullrich gute Chancen zu.

Frage: Was bedeutet Ihnen Ihr siebter Toursieg?

Lance Armstrong: "Die Zahl hat für mich keine besondere Bedeutung und es ging auch nicht um einen Rekord, so wie im letzten Jahr. Den Druck habe ich mir nur selbst gemacht, denn ich hatte mir vorgenommen, noch einmal zu gewinnen und dann abzutreten."

Wer auch immer im nächsten Jahr gewinnt, kann von Glück reden, dass Sie sich für den Rücktritt entschieden haben, oder?

Armstrong: "Nein. Es wäre nicht fair, zu sagen, der nächste Toursieger gewinnt nur deshalb, weil ich nicht mehr da bin. Wer weiß denn dann, ob ich das Rennen 2006 nicht verloren hätte. Andere Fahrer, jüngere, machen Fortschritte, und ich muss meinem Alter mehr und mehr Tribut zollen. Keiner weiß, wann das eine Jahr kommt, das eines zuviel ist."

In wem sehen Sie denn am ehesten Ihren Nachfolger?

Armstrong: "Ivan Basso hat gezeigt, dass er ein überragender Kletterer ist. Vielleicht ist er die Zukunft dieses Rennens."

Und Jan Ullrich - trauen Sie ihm nochmal den Toursieg zu?

Armstrong: "Jan kann die Tour gewinnen, sogar noch mehrmals. Gegen Ende der Tour war er meistens der Stärkste. Aber die erste Hälfte kann er verbessern. Er müsste mal ein bis eineinhalb Kilo weniger mit an den Start bringen und sich etwas besser vorbereiten. Das wäre das erste, was ich ihm sagen würde, wenn er in unser Team käme."

Was werden Sie nach dem Radsport machen?

Armstrong: "Ich werde mein Privatleben genießen. Aber das heißt nicht, dass ich nur noch rumsitze. Ich bin immer ein Athlet gewesen und kann nicht ohne Sport leben. Es gibt genug Herausforderungen. Es muss ja nicht unbedingt ein Ironman-Triathlon sein, obwohl ich darüber nachgedacht habe. Vielleicht laufe ich mal einen Marathon."

Wissen Sie schon, wo Sie nächstes Jahr im Juli sind?

Armstrong: "Das weiß ich noch nicht genau. Vielleicht komme ich ein paar Tage zur Tour, begleite das Discovery-Team und gehe den Jungs ein bisschen auf die Nerven. Zumindest einen Teil werde ich mir auch im Fernsehen anzuschauen, denn ich bin sicher, dass es 2006 sehr spannend wird."

© SID

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