sonstige Sportarten
Armstrong-Kontrolle nicht politisch motiviert

Dass Lance Armstrong am Vorabend der Tour de France zur Dopingkontrolle gerufen wurde, hat nichts mit dem französischen Sportministerium zu tun. Entsprechende Behauptungen wies Sportminister Jean-Francois Lamour zurück.

Die überraschende Dopingkontrolle bei Lance Armstrong am Abend vor dem Start der 92. Tour de France ist entgegen ursprünglicher Vermutungen nicht auf Anweisung des französischen Sportministeriums erfolgt. Entsprechende Behauptungen wies Sportminister Jean-Francois Lamour im Ziel der ersten Tour-Etappe auf der Atlantikinsel Noirmoutier zurück.

"Es gibt eine Vereinbarung zwischen der Tour-Organisation ASO, dem Internationalen Radsportverband und den Antidoping-Behörden des Ministeriums. Demnach wird bei der Tour die Entscheidung über einen Dopingtest von der Medizinischen Kommission gefällt", sagte Lamour.

Armstrong hatte sich als einziger Profi einen Tag nach Entnahme der obligatorischen Proben bei allen 189 Startern einer zweiten Urin- und Blutkontrolle unterziehen müssen. Erst wenige Stunden zuvor war am Freitag bekannt geworden, dass eine Klage gegen Armstrong von der französischen Justiz zugelassen wurde.

Deshalb wird sich der sechsmalige Tour-Sieger 2006 vor einem französischen Gericht wegen Verleumdung des Radprofis Filippo Simeoni verantworten muss. Der Texaner hatte den Italiener im März 2003 als "absoluten Lügner" bezeichnet, nachdem Simeoni 2002 im Doping-Prozess den später verurteilten Sportmediziner und früheren Armstrong-Arzt Michele Ferrari mit Aussagen über Doping-Praktikten schwer belastet hatte.

© SID

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