Armstrong weiter in Gelb
Winokurow meldet sich zurück

Alexander Winokurow hat ausgerechnet auf der „Königsetappe“ den ersten Sieg für sein Team T-Mobile bei der Tour 2005 eingefahren und sich nach der Deklassierung am Tag zuvor durch „Dominator“ Lance Armstrong eindrucksvoll rehabilitiert.

HB BRIANCON. Nach drei Anstiegen über den Col de Madeleine, Col du Telégraphe und den Col du Galibier setzte sich der Kasache auf der 173 Kilometer langen elften Etappe von Courchevel nach Briancon vor Mitausreißer Santiago Botero (Kolumbien) durch. Auf Armstrong machte er dabei 1:15 Minuten gut. Dies bedeutet aber keine wirkliche Gefahr für den Rekordsieger. Trotzdem schöpfte er neue Hoffnung: "Ich bin noch im Spiel", sagte Winokurow, der in ähnlicher Manier im April Lüttich-Bastogne-Lüttich gegen Jens Voigt gewonnen hatte. Auf dem 2 645 Meter hohen Galibier hatte das Feld den höchsten Punkt der diesjährigen Tour erreicht.

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"Der Ruhetag hatte mich aus dem Rhythmus gebracht. Aber trotz der Schlappe in Courchevel war ich heute sehr motiviert. Das war ein böser Tag, deshalb wollte ich heute attackieren. Ich habe gezeigt, dass ich es noch drauf habe und man mit mir und meinem Team noch rechnen muss. Dieser Sieg wird unsere Moral wieder aufbauen“, sagte der zufriedene Winokurow. Auf die Frage nach der teaminternen Hierarchie antwortete er ausweichend: "Das ist schwer zu sagen, das entscheidet sich von Tag zu Tag. Jan wird mit zunehmendem Tourverlauf immer besser."

Der nach seinen zwei Stürzen und dem desillusionierenden Tour-Verlauf angeschlagene Jan Ullrich - Rückstand auf Armstrong weiter 4:02 Minuten - kam an dem Tag, an dem der mögliche Doping-Fall Frigo die Tour überschattete, ebenso wie sein Teamgefährte Andreas Klöden zusammen mit Armstrong ins Ziel. „Das Team hat gut gearbeitet. Unsere Taktik ist voll aufgegangen. Ein Sieg ist immer das Größte. Bei mir lief es ganz gut, ich habe keine Zeit verloren, die Tour ist noch lange nicht am Ende“, sagte Ullrich. Und auch T-Mobile-Teamleiter Mario Kummer war zufrieden: „Heute haben wir eine taktisch hervorrragende Leistung gezeigt.“

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