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ATP hält an Reform des Doppel-Wettbewerbs fest

Trotz Kritik aus Spieler-Kreisen hat die ATP die Reform des Doppel-Wettbewerbs verteidigt. So soll ab September unter anderem die Satzlänge auf fünf Spiele verkürzt werden, um die Matches spannender und kürzer zu machen.

Allem Gegenwind zum Trotz hat die ATP die Reform des Doppel-Wettbewerbs ab dem kommenden September verteidigt. Nach den US Open soll zunächst versuchsweise die Satzlänge auf fünf Spiele verkürzt werden, bei 4:4 wird ein Tiebreak ausgetragen. Außerdem entscheidet künftig bei Einstand der nächste Punkt über den Spielgewinn.

Klosterkemper: "Spannender und kürzer"

"Das Ziel dieser Maßnahmen ist, dass das Doppel spannender und kürzer wird", erklärte Horst Klosterkemper, der das neue Modell als Vorsitzender der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der ATP sechs Monate lang mitentwickelt hat: "Ein wesentliches Ziel ist es, guten Einzelspielern die Teilnahme am Doppel zu ermöglichen."

Eine Umfrage unter 46 Einzelspielern habe ergeben, dass die Matchdauer der Doppel ein Hauptgrund dafür sei, dass so wenig Einzelspieler im Doppel aufschlagen. Mit der neuen Zählweise hofft die ATP die durchschnittliche Dauer eines Matches auf eine Stunde zu begrenzen. Die drei Spielervertreter im Board hätten vor der endgültigen Entscheidung mit den Profis in Wimbledon gesprochen.

Kombinierte Doppel-Rangliste ab 2008

Die Kritik des Spielerrats mit seinem Vorsitzenden Rainer Schüttler galt insbesondere der Einführung der neuen kombinierten Doppel-Rangliste ab 2008. Das neue Ranking wird es den reinen Doppelspezialisten in Zukunft schwerer machen, an Turnieren teilzunehmen, weil die Ergebnisse der Einzel dort zu 50 Prozent mit einfließen.

Klosterkemper betonte jedoch, dass man dieses Problem bei der Reform bedacht habe: "Die aktuellen Doppelspezialisten sind durchschnittlich 32 Jahre alt. Wir garantieren ihnen noch zwei Jahre ihre Jobs, danach ist es möglich, dass sie mit Wildcards in die Felder kommen."

© SID

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