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Auch Haas kann Federer nicht aufhalten

Auch Thomas Haas hat die seit knapp drei Jahren anhaltende Rasen-Siegesserie des Weltranglisten-Ersten Roger Federer nicht stoppen können und den erstmaligen Final-Einzug beim Tennisturnier in Halle verpasst.

dpa HALLE. Auch Thomas Haas hat die seit knapp drei Jahren anhaltende Rasen-Siegesserie des Weltranglisten-Ersten Roger Federer nicht stoppen können und den erstmaligen Final-Einzug beim Tennisturnier in Halle verpasst.

Der Hamburger verlor 4:6, 6:7 (9:11) gegen den Schweizer, der die Veranstaltung zum dritten Mal hintereinander gewinnen kann. Federers Endspiel-Gegner ist Australian-Open-Sieger Marat Safin aus Russland, der den Argentinier Guillermo Canas mit 6:3, 4:6, 6:2 besiegte.

Mit dem Russen hat Federer noch eine Rechnung offen: In Melbourne unterlag er Safin in einem dramatischen Halbfinale und kassierte eine von nur drei Niederlagen in dieser Saison. Gegen Haas feierte Federer bereits seinen insgesamt 50. Sieg in dieser Saison. Haas besiegelte die Niederlage ausgerechnet mit einem Doppelfehler. "Das ist frustrierend, der Tiebreak liegt mir ein bisschen im Magen", sagte er, zeigte sich im Großen und Ganzen aber zufrieden mit seinem Abschneiden. "Vielleicht habe ich am Ende zu viel riskiert. Aber man hat wieder gesehen, warum er der beste Spieler der Welt ist. Wie konstant er in schwierigen Situationen spielt, ist faszinierend."

Federer zeigte sich froh über seinen 28. Sieg auf Rasen hintereinander. "Ich habe jetzt zwei Mal meinen Aufschlag nicht abgegeben. Ich bin sehr zufrieden und erwarte im Finale eine gleich gute Leistung", sagte er, bescheinigte aber auch Haas eine Leistung auf gutem Niveau.

Haas brachte sich jedoch mit leichten Fehlern im ersten Satz früh in Schwierigkeiten. Nach einer verschlagenen Vorhand gab der Wahl- Amerikaner seinen Aufschlag zum 1:2 ab und lief diesem Rückstand vergeblich hinterher. Federer gewann zu 100 Prozent den Punkt, wenn er seinen ersten Aufschlag ins Feld brachte und beendete den ersten Durchgang nach einer guten halben Stunde mit seinem ersten Ass. Haas besaß nie die Chance, den 23-Jährigen bei dessen Service zu gefährden und musste sogar zwei weitere Breakchancen abwehren.

An dieser Dominanz konnte der 27-Jährige auch im zweiten Durchgang nicht rütteln, doch zumindest hielt er seine Aufschlagspiele und ging damit immer wieder in Führung - manchmal allerdings auch mit Glück. Beim Stand von 4:4 konnte Federer nach zwei vergebenen Volleys des plötzlich nervös wirkenden Haas die erste Breakchance in diesem Satz nicht nutzen. Danach musste Haas nach altbekannten Schwächen am Netz sogar drei Mal den Spielball zum 5:6 abwehren. Im Tiebreak besaß Haas zwei Satzbälle, beim zweiten geriet eine aggressive Vorhand zu lang. Danach holte sich Federer mit einem Ass den dritten Matchball und brachte dank Haas' Doppelfehler den dritten Sieg im fünften Vergleich gegen den Deutschen unter Dach und Fach.

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