Auch im neunten Anlauf bleibt Abstiegskampfexperte Berger sieglos: Quälende Wochen bis zum Saisonende

Auch im neunten Anlauf bleibt Abstiegskampfexperte Berger sieglos
Quälende Wochen bis zum Saisonende

Hansa Rostock schließt nach dem 0:4 in Wolfsburg weitere Kündigungen nicht aus - der Abstieg ist dennoch kaum zu verhindern.

ROSTOCK. Jörg Berger hat seine Pläne am Samstag kurzfristig umgeschmissen. Eigentlich wollte der Trainer mit seiner Mannschaft nach dem 0:4 in Wolfsburg zurück nach Rostock fahren, "weil das nach einer solchen Niederlage wichtig ist". Doch dann hat er sich dazu entschieden, am Sonntag den nächsten Gegner Borussia Mönchengladbach zu beobachten. Ein ganz wichtiges Spiel werde das am Wochenende, sagt Berger, "es kann vielleicht die allerletzte Chance sein". Und wahrscheinlich war es ihm ganz recht, dass er seine Spieler erst einmal nicht sehen musste. Zum Abschied hat er ihnen noch mitgeteilt, dass es für sie keine freien Tage mehr geben werde. Alles Weitere wird er ihnen heute erzählen. Der frühere Berliner Michael Hartmann hofft, "dass wir darüber reden, wie es im Großen und Ganzen weitergehen soll".

Ein nettes Plauderstündchen mit ihrem Trainer sollten die Rostocker angesichts der fast aussichtslosen Situation in der Fußball-Bundesliga nicht erwarten. Gerade 13 Punkte hat der Tabellenletzte bisher geholt, seit 14 Spielen ist er ohne Sieg, der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt zehn Punkte. Doch was die Mannschaft in Wolfsburg gezeigt hat, "das hatte mit Abstiegskampf nichts zu tun", sagt Hartmann.

Berger ist zu einer ähnlichen Beurteilung gekommen. "Ich habe bei einigen keinen Kampf, keine Gegenwehr und keine Emotionen gesehen. Das kann ich nicht akzeptieren", sagt er. Deshalb will sich der Trainer künftig auch nicht mehr schützend vor die Spieler stellen. "Ich werde mich ändern", sagt er. Dieser Imagewandel hat sich schon in der vorigen Woche angedeutet, als Razundara Tjikuzu nach einem Ausflug ins Nachtleben vom Verein die fristlose Kündigung erhielt, Berger die Berufsauffassung einiger Spieler öffentlich in Frage stellte und ihnen zur Bewusstseinserweiterung den Besuch des Arbeitsamtes empfahl. Wahrscheinlich, so ist aus dem Verein zu hören, werden sie dort neben Tijkuzu bereits in dieser Woche weitere frühere Kollegen antreffen.

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