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Aufatmen bei den deutschen Handballerinnen

Nach dem überraschenden Nachrücken zur WM in St. Petersburg hat der Bundestrainer der deutschen Handball-Frauen, Armin Emrich, seine Erleichterung über das spät ergatterte WM-Ticket zum Ausdruck gebracht.

Nach der verpassten WM-Qualifikation gab es bittere Tränen, nun ist das Aufatmen umso deutlicher zu spüren: Die deutschen Handball-Frauen dürfen doch zur WM, und Bundestrainer Armin Emrich fielen gleich mehrere Steine vom Herzen. "Seit ich wusste, dass Taipeh sich zurückziehen würde, wuchs in mir die Hoffnung, dass wir vielleicht doch noch bei der WM dabei sein können. Ich bin überglücklich", sagte Emrich, dessen Team trotz verpasster sportlicher Qualifikation durch den Rückzug von Taipeh überraschend doch noch an der Weltmeisterschaft (5. bis 18. Dezember) in St. Petersburg teilnehmen darf. Die Auslosung für die WM-Endrunde findet am kommenden Samstag in St. Petersburg statt.

Nach den beiden Niederlagen in den WM-Play-offs gegen Polen (30:40 und 31:25) vor knapp zwei Wochen wähnten sich die deutschen Handballerinnen bereits im Tal der Tränen. Innerhalb des Verbandes kam nach nur vier Monaten Amtszeit erste Kritik an Trainer Emrich auf. Doch das homogene Team ließ bereits nach der Pleite gegen Polen keinen Zweifel daran aufkommen, dass Emrich der richtige Mann für die Zukunft ist.

Team gibt Rückendeckung

"Das ganze Team steht geschlossen hinter Armin. Das ist der Mann für die Zukunft. Ich hoffe, dass Präsidium sieht das genauso", hatte die mittlerweile zurückgetretene frühere Spielführerin Heike Schmidt erklärt. Nach dem am grünen Tisch gelungenen Sprung auf den WM-Zug untermauerte Torfrau Clara Woltering: "Die WM wird eine wichtige Erfahrung für die junge Mannschaft sein. Wir haben viel Potenzial und können noch lange in dieser Besetzung zusammenbleiben. Mit Armin Emrich werden wir noch einige Ziele anpeilen und erreichen."

Die glückliche WM-Qualifikation der DHB-Frauen basiert darauf, dass Kasachstan als erster Nachrücker wegen seines Nichterscheinens bei der letzten WM 2003 in Kroatien von der Internationalen Handball-Federation (IHF) gesperrt ist und Asien keine weitere Nation nominieren konnte. "Dass sich unsere Mannschaft, die sich im Umbruch befindet, nun doch auf internationalem Parkett bewegen kann, hilft uns enorm weiter", meinte der Coach aus Baden, dessen Leidenschaft für den Frauen-Handball ohnehin ungebrochen ist.

© SID

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