Auftaktsieg
Alinghi fährt Team New Zealand davon

Im Auftakt-Duell um den America's Cup war der schweizer Titelverteidiger Alinghi von Herausforderer Team New Zealand nicht zu stoppen. Mit dem moralischen Rückenwind von 500 Kuhglocken überquerte die Yacht der Europäer nach 90 Rennminuten als erste die Ziellinie vor Valencia.

VALENCIA. Titelverteidiger Alinghi ist zum Auftakt des 32. Duells um den America's Cup seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Im ersten Match gegen Herausforderer Team New Zealand steuerte Ed Baird (USA) die SUI 100 nach eineinhalbstündiger Renndauer 35 Sekunden früher über die Ziellinie des Cup-Kurses vor Valencia als sein Rivale Dean Barker. Nach ausgeglichenem Start kontrollierten die Schweizer ihren Gegner bei frischen Winden um elf bis zwölf Knoten. Mit dem ungefährdeten Sieg ging Alinghi in der Best-of-nine-Serie mit 1:0 in Führung.

Kanonendonner, Kuhglocken und zwei Kunstflugstaffeln - das Segel- Spektakel begann mit einem Feuerwerk voller Emotionen und Showeinlagen. Rund 80 000 Menschen schickten die beiden Teams unter frenetischem Jubel wie zwei Matadore in die Arena. Allein im überfüllten Alinghi-Basiscamp sorgten 900 Fans mit dem Geläut von 500 Schweizer Kuhglocken für Gänsehautstimmung, als das Team um Skipper Brad Butterworth (Neuseeland) zu seinem ersten Cup-Rennen auslief. Dabei ließen sich die 17 Crew-Mitglieder aus acht Nationen traditionell vom Song "Can't stop" der Red Hot Chilli Peppers in Stimmung bringen.

Tatsächlich konnten die Neuseeländer um Skipper Dean Barker die SUI 100 nicht stoppen. Zwar erwies sich die Schweizer Hightech-Yacht beim Kreuzen gegen den Wind noch nicht als das "Amwind-Monster", als das sie viele Experten eingestuft hatten, doch reichte es bei traumhaften Segelbedingungen vor mehr als zehntausend Zuschauern auf hunderten Begleitbooten zum psychologisch wichtigen ersten Siegpunkt für die Europäer. US-Radioreporter Tom Burnham sagte: "Entlang des Kurses waren so viele Boote, dass man über das Wasser gehen konnte."

Alinghis Sportdirektor Jochen Schümann, der das Rennen im Basiscamp am Bildschirm verfolgte und analysierte, sagte: "Das sah doch gut aus. Für mich war es an Land ziemlich aufregend zuzusehen, und ich freue mich riesig. So kann es weiter gehen." Das Segel-Duell wird am Sonntag um 15.00 Uhr mit der zweiten Begegnung fortgesetzt und endet, wenn ein Team fünf Siege verbucht hat.

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