Ausreißer gewinnt 8. Etappe
Calzati feiert Etappensieg in Lorient

Der Franzose Sylvain Calzati hat sich auf dem achten Teilstück der Tour de France den Etappensieg gesichert. T-Mobile-Profi Sergej Gontschar konnte zudem seine Führung in der Gesamtwertung verteidigen.

Auf der achten Etappe über 181km von Saint-Meen-le-Grand nach Lorient in der Bretagne hat Sylvain Calzati für den zweiten französischen Sieg der diesjährigen Tour de France gesorgt. Der 27-Jährige aus dem Team Ag2r setzte sich als Solist in 4:13:18 Stunden durch. Es war erst der zweite erfolgreiche Ausreißversuch nach dem Sieg von Matthias Kessler (T-Mobile) auf der dritten Etappe.

Zweiter wurde 2:05 Minuten zurück der Finne Kjell Carlström vor dem Franzosen Patrice Halgand. Das Hauptfeld folgte geschlossen kurz danach. Den Sprint des Hauptfeldes sicherte sich 2:15 Minuten hinter Calzati der Australier Robbie Mcewen als Träger des Grünen Trikots vor Daniele Bennati (Italien) und Milram-Kapitän Erik Zabel (Unna). Zehnter wurde der Kölner David Kopp (Gerolsteiner).

Gontschar verteidigt das Gelbe Trikot

Der Ukrainer Sergej Gontschar (T-Mobile), der durch den Sieg im Zeitfahren am Samstag das Gelbe Trikot übernommen hatte, verteidigte die Führung von einer Minute vor Phonak-Kapitän Floyd Landis (USA). Der Kaarster Markus Fothen (Gerolsteiner) bleibt im Weißen Trikot des besten Jungprofis.

Schon 20 km nach dem Start wurde der erste Ausreißversuch gestartet. Kaum einer wunderte sich, dass die Initiative von Jens Voigt ausging, dem sieben Fahrer folgten. Doch der Berliner hatte kein Glück, denn das Feld ließ die Gruppe nicht lange ziehen.

Doch kurz darauf konnten sich bei Kilometer 48 sechs andere Fahrer erfolgreich absetzen. Unter ihnen befand sich auch Matthias Kessler (T-Mobile), Sieger der dritten Etappe in Valkenburg. Damit war der Bonner Rennstall in einer erstklassigen Ausgangsposition. Der Vorsprung wuchs zeitweise auf über sieben Minuten. Dann machte das Phonak-Team mobil, das den Gesamtzweiten Floyd Landis in seinen Reihen hat.

Entscheidender Antritt 30km vor dem Ziel

30km vor dem Ziel löste sich Calzati aus der Fluchtgruppe und hielt durch. Schon an der Stadtgrenze wurde er von seinem Teamchef im Begleitwagen abgeklatscht, im Ziel überkamen ihn Freudentränen.

"Das war super von Matthias Kessler, dass er in dieser Gruppe war", sagte T-Mobiles sportlicher Leiter Mario Kummer: "Dadurch waren wir in einer sehr angenehmen Position und mussten im Gegensatz zu Phonak keine Kräfte investieren. Besser hätte es nicht laufen können."

Am Montag steht der erste Ruhetag der Tour an. Noch am Sonntagabend fliegt das Fahrerfeld von Lorient ins 500km südlich gelegene Bordeaux. Dort steht am Dienstag die neunte Etappe über 169,5km nach Dax am Fuß der Pyrenäen an.

© SID

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