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Deutsche Golf-Szene trommelt für Ryder Cup

Der Ryder-Cup ist das weltweit bekannteste Golfturnier, ein spektakulärer Kontinentalvergleich zwischen Nordamerika und Europa, der weltweit rund eine halbe Milliarde Zuschauer vor die TV-Geräte holt. Bei der Mercedes-Benz Championship wirbt die Bewerbungsgesellschaft RC Deutschland für die Austragung des Ryder Cup im eigenen Land.

KÖLN. Jetzt kommen die Unterstützer auch aus anderen Sportarten: Er wolle helfen, dass Deutschland ein neues Märchen im Sport erleben kann, sagt Handball-Bundestrainer Heiner Brand. Doch es soll kein Handball-Märchen sein, den deutschen Golfsport soll es verzücken.

Wie auch Ex-Fußballnationaltorwart Oliver Kahn ist Brand seit letzter Woche Repräsentant der sogenannten Bekennerkampagne, mit der die Bewerbungsgesellschaft RC Deutschland den Ryder Cup 2018 ins eigene Land holen will. Der Ryder Cup ist das weltweit bekannteste Golfturnier, ein hochkarätiger Kontinentalvergleich zwischen Europa und Nordamerika, der weltweit rund eine halbe Milliarde TV-Zuschauer vor die Geräte lockt. In seiner über hundertjährigen Geschichte hat er bislang nur einmal im kontinentalen Europa stattgefunden.

Am Donnerstag gelangt die deutsche Bewerbung ein erstes Mal auf den Prüfstand. Dann beginnt in Pulheim bei Köln auf dem Kurs des Golfklubs Gut Lärchenhof die fünftägige Mercedes-Benz Championship. "Das ist eine große Chance, sich zu präsentieren", sagt Klaus Wäschle, Sprecher von RC Deutschland. Und es könnte eine der letzten in dieser Größenordnung sein.

Die Mercedes-Benz Championship geht in dieser Woche letztmals unter den gewohnten Bedingungen über die Bühne. Der Titel-Sponsor hat im Juli seinen Rückzug vom Pulheimer Turnier bekanntgegeben. Zwar bleibe Golf eine wichtige Säule des Sportsponsorings, sagt Anders Sundt Jensen, der Leiter der Markenkommunikation von Mercedes-Benz Cars. Doch das Unternehmen werde sich dabei stärker auf den Amateurbereich konzentrieren.

"Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Ryder-Cup-Bewerbung sind schwierig", räumt Wäschle ein. Im Golf wird auch andernorts das Geld knapp. Die schweizerische Bank UBS unterstützt die Hong Kong Open im November nicht mehr, das US-Kreditinstitut Wachovia kündigte im März das Namenssponsoring eines Turniers der amerikanischen Profiserie PGA, nachdem sie der Konkurrent Wells Fargo übernommen hatte. Auch Volvo und die Bank HSBC stiegen in diesem Jahr als Sponsor aus wichtigen Turnieren aus. RC Deutschland gibt sich trotzig: "Die Sponsoring-Entwicklung in den USA hat keinen Einfluss auf die deutsche Bewerbung", sagt Wäschle. Geldgeber für 2018 zu finden, sei die Sache des amerikanischen Veranstalters Ryder Cup Ltd.

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