Ausschluss wegen Protest
Kaepernick-Anwalt geht gegen NFL vor

Diskriminierung nach Protesten gegen Diskriminierung? Football-Star Colin Kaepernick hat die vieldiskutierten Kniefälle während der US-Hymne eingeleitet – und ist nun ohne Job. Das wird nun zum Fall für Anwälte.
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Los AngelesDer durch seine Proteste gegen Diskriminierung bekannt gewordene US-Football-Spieler Colin Kaepernick hat Beschwerde gegen die nationale Liga (NFL) eingereicht. Im Kurznachrichtendienst Twitter bestätigte Kaepernicks Anwalt Mark Geragos am Sonntag (Ortszeit) den Vorgang. Der Spieler beklagt, wegen seiner Proteste heute ohne Verein dazustehen.

Sein Anwalt sprach davon, dass Sportler vor solch abgekartetem Verhalten geschützt werden müssten. „Colin Kaepernicks Ziel ist und bleibt, einfach von der Liga, für die er auf höchstem Niveau gespielt hat, fair behandelt zu werden und auf das Football-Feld zurückzukehren“, schrieb Geragos.

Kaepernick hatte 2016 als Quarterback der San Francisco 49ers ein Zeichen gegen Polizeigewalt setzen wollen und kniete während des Spielens der Nationalhymne nieder. Andere Spieler auch in anderen Sportarten schlossen sich an. Die Proteste flammten auch in der neuen Saison auf - sehr zum Ärger von US-Präsident Donald Trump, der diese Form des Protestes als unpatriotisch verurteilt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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