Australian Open
Geldstrafe für Kiefer wegen "Obszönitäten"

Als Zupfen bezeichnete es der deutsche Tennisspieler, als obszöne Geste sah die Linienrichterin den Griff an die Hose. Wie dem auch sei, einen Teil des Preisgeldes muss Nicolas Kiefer auf jeden Fall an den Tennis-Weltverband zahlen.

HB MELBOURNE. Nicolas Kiefer muss einen Teil seines bei den Australian Open gewonnenen Preisgeldes gleich wieder abgeben. Der Hannoveraner soll 1654 Euro an den Tennis-Weltverband ITF überweisen, der ihn am Donnerstag wegen „hör- und sichtbarer Obszönitäten“ im Erstrundenmatch gegen den Thailänder Paradorn Srichaphan bestrafte.

Kiefer hatte sich beim Stande von 4:0 im fünften Satz bei eigenem Breakball an seine Hose gefasst, was er als Zupfen bezeichnete. Eine Linienrichterin interpretierte die Aktion aber anders und beschwerte sich beim Stuhlschiedsrichter.

Zum Punktabzug, der am Break nichts änderte, kam nun die Geldbuße, die der in der dritten Runde auf den Spanier Juan Carlos Ferrero treffende Niedersachse von den schon sicheren 29 225 Euro Preisgeld leicht berappen kann.

„Ich werde das Geld für Kinder spenden, die es nötig haben“, sagte Kiefer. In Hannover ist der 28-Jährige Schirmherr der 1996 gegründeten Hilfsgruppe „bed by night“, die sich um Straßenkinder kümmert und ihnen Schutz und Ruheraum bietet.

Ob die ITF, die an den ersten drei Turniertagen schon 16 Spieler mit zusammen 11 580 Euro bestraft hat, damit einverstanden ist, war noch nicht entschieden.

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