Australian Open: Kerber muss in entscheidenden dritten Satz

Australian Open
Kerber muss in entscheidenden dritten Satz

Stark ist Angelique Kerber ins Finale der Australian Open gestartet, muss gegen Serena Williams aber in den dritten Satz: Mit 6:4 gewann sie den ersten Satz, verlor den zweiten aber mit 3:6. Jetzt folgt die Entscheidung.
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MelbourneAngelique Kerber hat die große Favoritin Serena Williams im Finale der Australian Open ins Grübeln gebracht. Die Kielerin nahm der Titelverteidigerin bereits im dritten Spiel des ersten Satzes den so gefürchteten Aufschlag zur 2:1-Führung ab und ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als Williams zum 3:3 das Rebreak gelang. Im Gegenteil: Sie parierte umgehend mit einem erneuten Break zum 4:3 und brachte diesen Vorteil letztlich über die Zeit.

Kerber wirkte wie schon in den Runden zuvor ungeheuer konzentriert und entschlossen, sie spielte hervorragende Winkel und blieb auch in der Bedrängnis cool. Williams schien bisweilen, wie immer, wenn sie sich mit ungeahnter Gegenwehr konfrontiert sieht, ein wenig ratlos und machte für ihre Verhältnisse eine große Anzahl an sogenannten unforced errors. Nach 42 Minuten verwandelte Kerber den zweiten Satzball zum 6:4.

Im zweiten Satz allerdings fand Williams zu gewohnter Stärke und machte weniger Fehler. Mit einem Break Vorsprung holte sie ihn sich mit 6:3. Jetzt müssen die Kontrahentinnen in den alles entscheidenden dritten Satz.

Vor dem ersten Grand-Slam-Finale ihrer Karriere hatte Deutschlands Tennis-Star auf Entspannung gesetzt – und einen normalen Ablauf. „Ich werde versuchen, etwas länger zu schlafen. Dann werde ich im Hotel ein bisschen ins Gym gehen und anschwitzen“, sagte Kerber, für die es das erste Spiel in der sogenannten Night Session in der Rod Laver Arena ist. Deshalb wird sie etwas später als sonst auf die Anlage fahren, sich dann kurz einschlagen „und dann ganz normal meinen Rhythmus machen“.

Dass sie gegen die Weltranglisten-Erste aus den USA ganz klare Außenseiterin ist, will sie zu ihren Gunsten nutzen. „Der Druck liegt bei ihr“, sagte Kerber im Vorfeld. 2012 in Cincinnati konnte die deutsche Nummer eins die übermächtige Williams bereits einmal überraschen.

Kerber weiß daher, worauf es ankommt. „Man darf auf gar keinen Fall kurze Bälle gegen sie spielen, weil sie mich dann vom Platz schießt“, sagte Kerber. „Ich werde versuchen, Länge in meinen Bällen zu haben und gut aufzuschlagen. Und ihren zweiten Aufschlag muss ich angreifen.“

Egal wie das Finale in der Metropole am Yarra River ausgeht, viel Zeit zum Feiern wird Kerber nicht haben. Bereits am Sonntag geht der Flieger über Bangkok zurück nach Deutschland, schon am kommenden Wochenende steht in Leipzig das Erstrunden-Duell im Fed Cup gegen die Schweiz an. Gedanken daran, ihren Start im Team-Wettbewerb wegen der Strapazen abzusagen, hatte Kerber keine. „Ich hoffe, ich bin noch im Team“, scherzte sie.

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