Australian-Open-Siegerin

Tennis-Königin Kerber zurück in Deutschland

Alle wollen Fotos mit Angelique Kerber: Nach einem langen Flug aus Melbourne via Bangkok landete die Australian-Open-Siegerin am frühen Montagmorgen in Frankfurt.

Angelique Kerber zurück in Deutschland - ohne Pokal

Frankfurt/MainAustralian-Open-Siegerin Angelique Kerber ist nicht mal 48 Stunden nach ihrem Finalsieg in Melbourne wieder in Deutschland angekommen. Die neue Tennis-Weltranglisten-Zweite landete am Montagmorgen in Frankfurt/Main und wollte von dort nach einem kurzen Zwischenstopp direkt zu ihrer Familie nach Polen weiterreisen.

Dort will sie sich ein wenig erholen. Den nächsten offiziellen Termin gibt es am Mittwoch in Leipzig, wo das deutsche Fed-Cup-Team am Wochenende das Erstrundenspiel gegen die Schweiz bestreitet.

„Ich habe gefühlt 25 Stunden geschlafen“, berichtete Kerber auf dem Frankfurter Flughafen. In Melbourne war sie nach dem 6:4, 3:6, 6:4-Sieg im Finale über Serena Williams nicht mehr ins Bett gekommen. Via Bangkok ging es am Sonntag zurück nach Hause.

Sport-Deutschland im Freudenrausch
Kerber siegt gegen Williams
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Sensation in Melbourne: Erstmals seit mehr als 15 Jahren gewinnt eine Deutsche wieder einen Grand-Slam-Titel im Tennis. Ganz Deutschland jubelt über den Erfolg der Deutschen, die mit ihrem Sieg gegen die US-Tennis-Ikone Serena Williams auch den Grand-Slam-Rekord von Steffi Graf verteidigt (22 Titel). Williams bleibt nach ihrer erst fünften Niederlage bei einem Finale der vier Major-Events bei 21 Erfolgen stehen. Kollegin ...

Andrea Petkovic
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... Andrea Petkovic gratulierte Kerber unmittelbar nach dem Spiel: „Du bist der Wahnsinn.“ Und fügte vermutlich nicht ganz ernst hinzu: „Ich möchte dich heiraten“. Die gebürtige Jugoslawin ist gemeinsam mit Kerber im Fed-Cup-Team und spielte zuletzt im Januar gemeinsam mit der 28-Jährigen im Doppel-Finale beim WTA-Turnier in Brisbane.

Viktoria Rebensburg
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Gratulationen auch von einer anderen Siegerin: Die Tennis-Euphorie um Angelique Kerber hat am Samstag auch Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg erfasst – und das sogar während ihrer zwei Durchgänge beim Weltcup-Riesenslalom von Maribor. „Ich habe es die ganze Zeit mit dem Trainer verfolgt“, erzählte die 26-Jährige in der ARD, die mit Kerber bei dem Triumph im Finale der Australian Open intensiv mitgefiebert habe. „Schau, jetzt ist sie wieder ein Break vorne, jetzt kommt der Ausgleich“, habe Rebensburg zwischen den zwei Durchgängen mit dem Coach geplaudert. Auf Twitter gratulierte sie: „Angie, Gratulation, echt Wahnsinn! Genieß es!“ Die Ablenkung mit Tennis hat Rebensburg übrigens nicht geschadet: Sie gewann das Rennen in Slowenien.

Barbara Rittner
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Teamchefin Barbara Rittner twitterte zum Sieg ihrer Spielerin: „Wir sind Grand Slam Sieger – Angelique Kerber, du bist ein Champ!“ Die Trainerin kann selbst nicht auf einen Grand-Slam-Titel zurückblicken, hat aber in ihrer Karriere insgesamt drei WTA-Titel geholt.

Bastian Schweinsteiger
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Weltmeister Bastian Schweinsteiger richtet seine Tweets gleich an beide Konkurrentinnen: Kerber gratuliert er zum „historischen Sieg“ – und drückt gleichzeitig Bewunderung für die souveräne Reaktion der Unterlegenen aus: „Fantastische Geste nach dem Match Point und so nette Worte – du bist ein großer Champion, Serena Williams!“

Google
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Auch Google gratuliert – und kürt sogleich die „neue Gräfin des Tennis“: Ihr Grand-Slam-Sieg verhilft Kerber in die Top-Suchlisten der Suchmaschine. Schon bei ihren vergangenen Siegen sprang die Anzahl der Suchen leicht an. Doch die Sensation in Melbourne lässt den Graphen geradezu explodieren.

Große Freude über Handballer
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Bei den Handballern folgte auf das knappe 34:33 gegen Norwegen erst eine unruhige Nacht. Denn trotz des Siegs musste das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson zunächst um den Finaleinzug bangen: Die Norweger legten erst Protest gegen ihre Niederlage ein, weil einige deutsche Spieler im Siegestaumel bereits wenige Sekunden vor Schlusspfiff von der Bank auf das Spielfeld rannten. Heute morgen erst kam die Entwarnung: Norwegen zieht seinen Einspruch zurück, die Deutschen spielten damit im Endspiel der Handball-Europameisterschaft gegen Spanien – und sind tatsächlich Europameister geworden.

„Es gab schon im Flugzeug jede Menge Applaus. Ich habe jede Menge Fotos gemacht, ich habe den Eindruck, sie erkennen mich alle“, erzählte Kerber und meinte: „Es hat sich so viel geändert durch diesen Sieg.“

Zuletzt hatte Steffi Graf bei den French Open 1999 für einen deutschen Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier gesorgt. „Ich freue mich sehr, dass nach Steffi Graf jetzt wieder ein Tennis-Boom losgeht und dass ganz Deutschland vor dem Fernseher gesessen hat. Ich freue mich auf alles, was kommt“, sagte Kerber vor rund 30 Journalisten und einer Handvoll Fans, die sie gegen 6.00 Uhr morgens in Frankfurt erwarteten.

„Der ganze Wirbel, das ist schön, und ich genieße das“, unterstrich Kerber. „Von der Schlagzeile ‚Kerber gewinnt Grand Slam‘ habe ich immer geträumt. Ich muss niemandem mehr etwas beweisen.“

Die 28-Jährige hat sich über ihre weitere Turnierplanung bislang noch keine Gedanken gemacht und will darüber erst nach der schweren Fed-Cup-Partie entscheiden. Ein Ziel außerhalb der Tennis-Tour hat die Norddeutsche mit polnischen Wurzeln allerdings für dieses Jahr fest im Blick.

„Ich würde gern Olympia spielen. Ich war noch nie bei Olympia, das ist ein Traum von mir. Ich hoffe, dass ich mir den in diesem Jahr auch noch erfüllen kann“, sagte Kerber mit Blick auf die Spiele in Rio im August.

  • dpa
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