Auswärtstor in letzter Minute könnte Gold wert sein: Franca lässt Leverkusen noch hoffen

Auswärtstor in letzter Minute könnte Gold wert sein
Franca lässt Leverkusen noch hoffen

Für Bayer 04 Leverkusen ist der Traum vom Champions-League-Viertelfinale fast schon geplatzt. Im Achtelfinal- Hinspiel musste sich der Fußball-Bundesligist dem FC Liverpool 1:3 (0:2) geschlagen geben.

dpa LIVERPOOL. Für Bayer 04 Leverkusen ist der Traum vom Champions-League-Viertelfinale fast schon geplatzt. Im Achtelfinal- Hinspiel musste sich der Fußball-Bundesligist dem FC Liverpool 1:3 (0:2) geschlagen geben.

Leverkusen benötigt nun ein kleines Wunder, um die zwei Millionen-Euro-Prämie für den Sprung in die Runde der letzten Acht noch einzuspielen. Vor 40 900 Zuschauern im Stadion an der Anfield Road erzielten Luis Garcia (15.), Jon Arne Riise (35.) und der von HSV-Coach Thomas Doll beobachtete Dietmar Hamann (90./+1) die Tore für den starken englischen Rekordmeister, für Bayer rettete Joker Franca (90./+3) die kleine Chance für das Rückspiel am 9. März. Dann fehlen allerdings Robson Ponte und Paul Freier Gelb-gesperrt.

"Das späte Tor von Franca lässt uns noch eine Möglichkeit für das Rückspiel. Und die wollem wir nutzen", betonte Bayer-Kapitän Carsten Ramelow und verbreitete Zweckoptimismus nach dem ersten Torerfolg eines Bundesligisten in Liverpool überhaupt.

Die mit Youngster Jan-Ingwer Callsen-Bracker für den erneut schwer verletzten Abwehrchef Jens Nowotny (vierter Kreuzbandriss seiner Karriere) angetretenen Leverkusener zeigten gegen den Premier-League- Fünften zwar Kampfgeist, aber auch viel zu viel Respekt. Zudem erwies sich wie befürchtet die Abwehr als Achillesferse, ihr fehlte es an einer klaren Zuordnung und einem ruhenden Pol. Darüber hinaus vergab Leverkusen mehrere hochkarätige Chancen.

Bayer bot sich nach toller Vorarbeit des an mehreren Gegenspielern vorbeigezogenen Paul Freier die erste gute Einschussmöglichkeit, doch Ponte (11.) schlenzte aus 14 Metern über das Tor. Zwei Minuten später scheiterte Dimitar Berbatow per Hinterschaltschuss an Keeper Jerzy Dudek. Eine Unaufmerksamkeit in der Abwehrzentrale führte dann beim ersten durchdachten Liverpooler Angriff gleich zur Führung der Hausherren: Igor Biscan spielte Garcia gekonnt frei und der überwand Schlussmann Hans-Jörg Butt in dessen 50. Europacup-Spiel problemlos.

Die robusten "Reds", denen Regisseur Steven Gerrard (Gelbsperre) und Torjäger Fernando Morientes (nicht spielberechtigt) fehlten, blieben am Drücker - und sehr effektiv: Riise sorgte bei der zweiten Chance mit einem trockenen Freistoß für den Zwei-Tore-Vorsprung. Zuvor hatte allerdings Berbatow eine Superchance ausgelassen: Nach katastrophalem Rückpass von Finnan stand der Bulgare Mutterseelen allein vor Dudek, doch er zielte aus 17 Metern knapp am Tor vorbei.

Nach Wiederanpfiff hatte zunächst Baros (54.) die Vorentscheidung auf dem Fuß, doch der Tscheche verzog den Ball aus aussichtsreicher Position ebenso wie kurz darauf Leverkusens Ukrainer Andrej Woronin (59.), den Diego Placente in eine wieder mal aussichtsreiche Position gebracht hatte. Mit Landon Donovan und dem Brasilianer Franca brachte Trainer Klaus Augenthaler nach 70 Minuten zwei frische Offensivkräfte und neuen Elan, doch auch die "Reds" blieben gefährlich.

Allein der starke Rückhalt Butt verhinderte eine höhere Niederlage, als er gegen den freistehenden Baros klärte (71.). Auf der Gegenseite erwies sich aber auch Dudek bei Schüssen von Freier und Schneider (beide 75.) als Meister seines Fachs. In der hektischen Schlussphase gelang beiden Teams je ein Treffer. Immerhin lässt Francas wichtiges Auswärtstor dem Werksclub doch noch Hoffnungen.

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