B-WM hat für DEB-Team Priorität
Die wichtigste Aufgabe kommt erst nach Olympia

Obwohl die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft das Olympischen Turnier zum ersten Mal seit 1928 sieglos beendet hat, steckt Bundestrainer Uwe Krupp den Kopf nicht in den Sand. Schließlich hat das DEB-Team das nächste Ziel schon vor den Augen.

HB TURIN. Das Aufeinandertreffen vor spärlicher Kulisse hatte etwas von gemeinschaftlich verordneter Bewegungstherapie. Obwohl schon feststand, dass die einen das Viertelfinale des olympischen Eishockey-Turniers verpasst und die anderen es als Gruppensieger erreicht hatten, mussten Deutschland und Finnland gegeneinander spielen.

Die Skandinavier nutzten das Eishockeyspiel denn auch als gute Vorbereitung auf die heute beginnende K.o.-Runde, dagegen hatte Uwe Krupp zur Vorgabe gemacht, sich mit einer guten Leistung zu verabschieden. Denn der letzte Eindruck sei immer der bleibende.

Und wenn es danach ginge, gilt es, diesen möglichst schnell zu verdrängen. Denn gewonnen haben die Deutschen auch diesmal nicht, nach dem 0:2 gegen die Finnen stehen für das Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) drei Niederlagen und zwei Unentschieden sowie Platz zehn in der Endabrechnung zu Buche. Dieses Resultat, achteinhalb Wochen bevor im französischen Amiens beginnt, was DEB-Generalsekretär Franz Reindl "nach der Kür unsere Pflicht in dieser Saison" nennt.

Die Weltmeisterschaft der Division I, an der in zwei Staffeln jene zwölf Nationen teilnehmen, die nicht gut genug sind für die Top-16. Nach dem Abstieg bei der WM im zurückliegenden Frühjahr zählt dazu erstmals seit sechs Jahren auch wieder Deutschland. Die Rückkehr in den Kreis der Weltbesten stellt für Reindl "aus mehreren Gründen oberste Priorität" dar: "Zum einen, um sportlich nicht auf Dauer den Anschluss zu verlieren, aber auch, um in der öffentlichen Wahrnehmung nicht noch weiter ins Hintertreffen zu geraten."

Das sähen vor allem die Sponsoren des Eishockey-Verbandes nicht gerne, die nach dem Abstieg noch geschlossen die Treue hielten. "Dieses Vertrauen müssen und wollen wir zurückzahlen", sagt der Generalsekretär.

Die sportliche Leitung hält die sportliche Umsetzung dieses Vorhabens für möglich. "Ich habe aus jetziger Perspektive keinen Grund, daran zu zweifeln", sagte Krupp, obwohl eine deutsche Mannschaft gerade zum ersten Mal seit 1928 bei Olympia sieglos geblieben war. Ungeachtet dessen habe man "das deutsche Eishockey würdig vertreten" und nur "das Traumziel Viertelfinale" nicht erreicht, meinte Reindl.

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