Badminton-WM
Juliane Schenk greift nach den Medaillen

An guten Tage kann Juliane Schenk die besten Badminton-Spielerinnen der Welt schlagen. Bei der WM in London hofft die gebürtige Krefelderin auf eine Medaille und darauf, ihre Sportart auch in Europa populär zu machen.
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DüsseldorfAuf der Straße wird sie angesprochen. Zehntausend Menschen schauen zu, wenn sie spielt. So ist es zumindest in Asien. In ihrem Heimatland ist die deutsche Nummer Eins im Badminton, Juliane Schenk, hingegen weitestgehend unbekannt. Jetzt stehen die Weltmeisterschaften vor der Tür und Schenk hat große Pläne.

„Ich will auf die Medaillenränge“, sagt die gebürtige Krefelderin selbstbewusst. Kein utopisches Ziel, schließlich ist sie seit Monaten konstant unter den besten zehn Damen der Weltrangliste zu finden und sie ist sich sicher: „An einem guten Tag kann ich jeden schlagen.“

Unter Beweis gestellt hat Schenk das zuletzt im Mai bei den Mannschafts-Weltmeisterschaften in China. Hier konnte sie die Nummer Eins der Welt, Wang Shixian, im eigenen Land glatt in zwei Sätzen schlagen. „Das hat in den asiatischen Medien für ziemlich viel Aufsehen gesorgt. Ich war auf den Titelseiten der Zeitungen und musste ziemlich viele Fernseh-Interviews geben.“

In Asien genießt die schnellste Rückschlagsportart der Welt eine ganz andere Popularität als in Europa. Die Hallen sind voll, wenn die besten Spieler der Welt auflaufen und die Stimmung ist vergleichbar mit einem deutschen Fußballstadion. „In Indonesien hat mich ein Fan von der Tribüne aus angesprochen, der wusste einfach alles über Badminton und konnte genau aufzählen, wer wann welches Spiel gewonnen hat.“

Großes Interesse wünscht sich Schenk auch für die Weltmeisterschaften. Im Idealfall natürlich auch in den deutschen Medien. Die WM findet vom 8. bis 14. August in der Wembley Arena in London statt. An gleicher Stelle wie gut ein Jahr später auch das olympische Badminton-Turnier. Auch dort hat die deutsche Meisterin große Ziele. „Dabei sein ist alles, zählt nicht mehr. Das war vielleicht in Athen und Peking der Fall. Jetzt will ich eine Medaille.“

Wenn es klappt, könnte sich das auch finanziell auszahlen. Auch wenn Schenk in Asien ein bekanntes Gesicht ist, durch die fehlende mediale Aufmerksamkeit in Deutschland ist es im Moment schwierig, Sponsoren außerhalb der Badminton-Szene zu finden.

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