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Bamberg besteigt den Basketball-Thron

Der neue deutsche Basketball-Meister heißt GHP Bamberg. Im fünften und entscheidenden Spiel holte sich das Team von Trainer Dirk Bauermann durch einen 68:64-Erfolg gegen die Frankfurt Skyliners erstmals den Titel.

Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt: Nach zwei vergeblichen Versuchen hat sich GHP Bamberg bei seiner dritten Final-Teilnahme in Folge den langersehnten ersten deutschen Basketball-Meistertitel gesichert. Das Team von Trainer Dirk Bauermann schlug die Frankfurt Skyliners vor heimischer Kulisse im fünften und entscheidenden Spiel mit 68:64 (37:24) und entthronte damit in der Neuauflage des Vorjahresendspiels den Titelverteidiger. Die Hessen verpassten dagegen nach dem Halbfinal-Aus im Pokal auch den zweiten möglichen Titel.

Bauermann: "Das ist sensationell"

"Das ist sensationell, weil wir mit einer Mannschaft die Meisterschaft gewonnen hat, die nicht so talentiert ist wie andere Teams. Die Jungs haben aber mit wahnsinnig viel Herz gespielt. Ich bin unheimlich stolz", meinte Bauermann, der seinen achten Meistertitel als Trainer gewann.

Vor 4 750 begeisterten Zuschauern im ausverkauften Bamberger Forum behielten die Hausherren in einer dramatischen und kampfbetonten Partie - wie schon bei den beiden Heimspielen zuvor - verdient die Oberhand. Den Skyliners, die aus den beiden Partien in Frankfurt als Sieger hervorgegangen waren, reichte eine solide Leistung nicht, um die "Best-of-Five"-Serie wie in der vergangenen Saison in der finalen Begegnung noch für sich zu entscheiden. 50 Jahre nachdem erstmals eine Bamberger Mannschaft auf Körbejagd gegangen war, holte sich damit ein Team aus der selbsternannten "Freak City" den wichtigsten nationalen Titel.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der beide Teams überaus nervös und abschlussschwach agierten, konnte sich zunächst keiner der beiden Kontrahenten einen Vorteil herausspielen. Erst Mitte des zweiten Viertels zog Bamberg mit einem 12:2-"Run" auf 30:17 davon - ein Schock, von dem sich Frankfurt nicht mehr erholte.

Roller und Ellis starteten schwach

Bis zur Pause hielten die Gastgeber ihren 13-Punkte-Vorsprung (37:24) aufrecht, weil auf Seiten der Skyliners vor allem die Schlüsselspieler Pascal Roller und Tyrone Ellis zunächst maßlos enttäuschten. Beide Akteure erzielten in den ersten 20 Minuten je nur drei Punkte, so dass sich das gefürchtete "Bermuda-Dreieck" auf einen allein gelassenen Chris Williams reduzierte.

Zu Beginn des dritten Spielabschnitts mobilisierte Frankfurt in seinem 62. Pflichtspiel der Saison noch einmal alle Kräfte, und verringerte nach und nach den Rückstand. Vor allem Roller wurde immer besser. Bamberg behielt in der hektischen Schlussphase aber kühlen Kopf, zeigte vor allem in der Defensive eine sehr starke Leistung und brachte die "Frankenhölle" mit tollen Kombinationen zum kochen.

Euroleague verspricht Mehreinnahmen

Der finanziell nicht gerade auf Rosen gebettete Klub darf sich neben dem Titelgewinn nun auch auf weitere Einnahmen freuen, spielt Bamberg in der kommenden Saison doch als Meister in der lukrativen Euroleague. Frankfurt muss sich mit dem Uleb-Cup trösten.

Auf Seiten des GHP, der auch im siebten Play-off-Heimspiel ungeschlagen blieb, überragten Demond Mallet (18) und Nationalspieler Steffen Hamann (16 Punkte). Frankfurt hatte in Pascal Roller (17 Punkte) seinen besten Akteur.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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