Baseball MLB
Detroit und St. Louis kämpfen um Baseball-Krone

Außenseiter Detroit Tigers und die St. Louis Cardinals starten an diesem Wochenende in der Major League Baseball in das Unternehmen Titelgewinn. Vor Beginn der World Series hat Außenseiter Detroit leicht die Nase vorn.

In den USA steht möglicherweise eine der größten Überraschungen der Major League Baseball an. In den an diesem Wochenende beginnenden World Series stehen sich die Detroit Tigers und die St. Louis Cardinals gegenüber. Als 500:1-Außenseiter ging Detroit, das in den letzten zwölf Jahren mit schöner Regelmäßigkeit mehr Saisonspiele verlor als gewann, im April in die Saison. Nach ihrem sensationellen Comeback werden die Tigers nun in der Neuauflage der Endspielserie aus dem Jahre 1968 sogar als leichter Favorit gehandelt.

Mit ihnen hatte niemand gerechnet. Vor allem nicht der 200 Mill. Dollar schwere Rekordmeister New York Yankees, dem die Tigers gleich zu Beginn der Play-offs den Traum vom 27. Titel verdarben. Den Grund für die Renaissance des in den USA als "liebenswerten Losers" bekannten Klubs glaubt Coach Jim Leyland zu kennen. Statt Armani werden "Motown" Jeans getragen, auf dem Spielerparkplatz sähe man mehr Pick-up-Trucks als Mercedes.

Schwarzmarktpreise in Detroit explodierten

Die für den US-Sport nicht unbedingt typische Bodenständigkeit kommt beim Fan gut an. Detroit gilt nicht erst seit Juli, als 20 000 Mitarbeiter eines Autokonzerns entlassen wurden, als Zentrum der Arbeitslosigkeit. Trotzdem stiegen die Schwarzmarktpreise für die Best-of-seven-Serie seit letzten Samstag, als die Tigers im Halbfinale die Oakland A´s besiegten, schnell auf das Level eines Wochenlohnes. Den Vogel schoss dabei wohl ein Fan ab, der im Internet seinen Mechaniker-Job im Tausch für Endspielkarten anbot. Mit wenig Erfolg - bis zum Donnerstag wollte sich nicht ein einziger Fan von seinen Billets trennen.

Während sich die Detroiter No-Name-Truppe eine Woche lang in aller Ruhe auf den Auftakt der World Series vorbereiten durfte, qualifizierten sich die Cardinals erst am Donnerstag kurz vor Mitternacht mit einem 3:1-Auswärtssieg im siebten Spiel bei den New York Mets. Matchwinner war Yadier Molina, der im achten Inning einen zwei Punkte zählenden Homerun in die Zuschauerränge hämmerte und seinem Team damit zum 17. Mal den Titel in der National League bescherte.

Der Finaleinzug der Cardinals sorgte nicht nur im New Yorker Shea Stadium für Ernüchterung. Mit der Endspielteilnahme zweier sogenannter "Small Market Teams" droht dem US-Sender FOX wie im Vorjahr ein Quoten-Dilemma.

© SID

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