Baseball und die Internationalisierung
Warten auf den großen Wurf

Außerhalb Nordamerikas stößt Baseball nur stellenweise auf großes Publikumsinteresse. Der Profiliga MLB ist das ein Dorn im Auge. Die inoffizielle WM, das „World Baseball Classic“, soll nun die Popularität steigern.
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New YorkChris Park trägt dunklen Anzug, blaue Krawatte, weißes Hemd. Ganz der Geschäftsmann, reist der Amerikaner durch die Welt, um einen für viele Deutsche seltsamen Sport zu bewerben: Baseball. Ab Montag hat der Chef für das internationale Geschäft von der „Major League Baseball“ (MLB) ein besonders Argument in petto: Dann fängt das World Baseball Classic an, eine Art Weltmeisterschaft, die alle vier Jahr ausgetragen wird. 16 Mannschaften kämpfen um den Titel, darunter Neulinge wie Israel und Kolumbien. Ausgetragen werden die Spiele in verschiedenen Städten in der Welt, das Halbfinale und Finale findet in wenigen Wochen in Los Angeles statt.

Das Turnier wird erst zum vierten Mal ausgetragen, es soll den Sport weltweit fördern. Baseball läuft sonst eher in Amerika ab. In einigen anderen Ländern wie der Dominikanischen Republik, Japan oder Venezuela ist das Schlagballspiel ebenfalls sehr beliebt. Zentrum des Geschehens sind aber die USA, dort spielen nur die Besten, die „Major Baseball League“ setzt jährlich neun Milliarden Dollar um.

Auch Deutschland hat bislang wenig mit dem Sport zu tun, die Nationalmannschaft schaffte die Qualifikation zum World Baseball Classic nicht. Trotzdem hegen Park und andere Baseball-Funktionäre in Amerika nicht wenig Hoffnung für das Land. „Wir planen ein aggressive, unkonventionelle Kampagne in Deutschland“, sagt Park. Damit ist keine Werbekampagne gemeint, sondern die Verkündigung von neuen Sponsoren und Events. Mehr Details will Park nicht preisgeben.

Ian Penny von der US-Spielervereinigung „Major League Baseball Players Association“ erinnert sich begeistert an Qualifikationsspiele für World Baseball Classic in Regensburg. „Die Intensität, die Kenntnis vom Spiel haben mich beeindruckt“, sagt Penny. „Die Menschen dort hungern nach dem Spiel“.

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Umstrittenes Turnier

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