Basketball BBL-Pokal
Alba erneut deutscher Pokalsieger

Basketball-Bundesligist Alba Berlin hat sich zum fünften Mal den deutschen Pokal geholt. Beim Top-Four-Turnier in Bamberg setzten sich die "Albatrosse" gegen den deutschen Meister GHP Bamberg 85:73 durch.

Alba Berlin hat sich beim Top-Four -Turnier in Bamberg den deutschen Basketball-Pokal gesichert. Die Berliner setzten sich im Finale gegen den deutschen Meister und Gastgeber GHP Bamberg überraschend deutlich 85:73 (51:25) durch. Alba holte sich vor 4 750 Zuschauern im ausverkauften Forum Bamberg die Trophäe zum fünften Mal nach 1997, 1999, 2002 und 2003. Während sich Berlin als 40. Sieger in die Annalen der Basketball-Bundesliga (BBL) eintrug, verpasste Bamberg den zweiten Triumph nach 1992.

Für die Franken, die erstmals seit Einführung der Finalrunde 1993 in das Endspiel vorgedrungen waren, bleibt nur die Hoffnung auf die Play-offs. Als zweitbestes Team der Liga hinter Berlin geht Bamberg aber nicht als Favorit in das am kommenden Sonntag startende Unternehmen Titelverteidigung - anders als Alba. Zu einem erneuten Duell mit dem Liga-Besten Berlin und damit zu einer möglichen Revanche wird es allerdings nicht vor dem Finale kommen.

"Viel Selbstvertrauen für die Play-offs"

"Ich bin sehr stolz, dass wir ausgerechnet in Bamberg gewonnen haben. Besser als in der ersten Hälfte kann man nicht spielen. Dieser Sieg wird uns auch viel Selbstvertrauen für die Play-offs geben", sagte Alba-Trainer Henrik Rödl.

Bamberg war mit einem 84:56 (40:36) gegen Endrunden-Neuling Artland Dragons Quakenbrück am Samstag ins Endspiel eingezogen. Alba hatte im ersten Halbfinale die Giessen 46ers mit 78:69 (33:39) aus dem Rennen um den Titel geworfen. Der dreimalige Pokalsieger Giessen sicherte sich mit einem 84:81 (54:37) im "kleinen" Finale gegen die Dragons immerhin den dritten Platz. Titelverteidiger Rheinenergie Köln war bereits im Viertelfinale ausgeschieden.

Greene und Stanojevic glänzen

Vor 4 750 Zuschauern im ausverkauften Bamberger Forum wirbelte der Gast die GHP-Defensive von Beginn an gehörig durcheinander. Angetrieben von den überragenden Demond Greene und Jovo Stanojevic führte Berlin zwischenzeitlich mit 16 Punkten. Vor allem Greene bewies Treffsicherheit: 15 Zähler, darunter vier "Dreier", holte er alleine im ersten Abschnitt. Erst gegen Ende des ersten Viertels erholte sich Bamberg langsam von der beeindruckenden Offensive des siebenmaligen Meisters - bis zur ersten Sirene kam die Truppe von Bundestrainer Dirk Bauermann auf zwölf Punkte heran (16:27).

Mit zunehmender Spieldauer wurde auf Seiten des Meisters aber das Fehlen des verletzten Top-Scorers Demond Mallet immer deutlicher sichtbar. In der Offensive gelang nur wenig und auch die Abwehr der Franken stand nicht wie gewohnt sicher. Berlin dagegen steckte die Absenzen von Matej Mamic und Mike Penberthy scheinbar mühelos weg. Mit einer 15:0-Serie Mitte des zweiten Viertels sorgte Alba für eine Vorentscheidung, zur Halbzeitpause lagen die "Albatrosse" gar schon mit 26 Punkten in Front.

Die 600 Alba-Anhänger, die sich in der größten Fanreise der Vereinsgeschichte auf den Weg nach Franken gemacht hatten, starteten schon vor Ende der Begegnung ihre Pokal-Party. Doch Bamberg kam noch einmal zurück: Mit einer Energieleistung im dritten Abschnitt machte der Gastgeber Punkt um Punkt gut, vor den letzten zehn Minuten war der Vorsprung der Berliner auf neun Zähler geschmolzen (64:55). In der 36. Minute kam Bamberg sogar erstmals wieder auf sieben Punkte heran - doch Berlin spielte die Partie konzentriert zu Ende und behielt so die Oberhand.

© SID

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