Basketball BBL-Pokal
Rheinenergie Köln in Partylaune

Der dritte Pokalsieg in nur sechs Jahren sorgte bei Rheinenergie für Partystimmung: Die Kölner Basketballer verwandelten nach dem Finalerfolg die Hamburger Arena in eine große Partyzone.

Ihren dritten Pokalsieg in der nur sechs Jahre jungen Vereinsgeschichte feierten die Basketballer von Rheinenergie Köln überschwänglich. Im dramatischen Endspiel des Top-Four-Turniers in Hamburg hatte sich der deutsche Meister mit 60:58 gegen Final-Neuling Artland Dragons Quakenbrück durchgesetzt und damit den vierten Titel innerhalb von drei Jahren gewonnen.

"Wir haben uns viel Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben geholt", sagte Kölns Trainer Sasa Obradovic sichtlich zufrieden. Mit Blick auf die Play-offs der Basketball-Bundesliga (BBL) warnte der Serbe seine Mannschaft vor Überheblichkeit: "Es wird in der Meisterschaft nicht leicht. Es gab in dieser Saison bei uns zu viele Hoch und Tiefs."

Zuletzt schaffte im Jahr 2003 Alba Berlin das Double

Die Statistik gibt Obradovic Recht: Zuletzt schaffte im Jahr 2003 Alba Berlin das Double. In den vergangenen drei Spielzeiten ging der deutsche Pokalsieger stets leer aus. Seit der Jahrtausendwende gelang nur zwei Teams der Doppelerfolg mit Pokalsieg und Meisterschaft.

In dieser Saison will der Titelverteidiger nachlegen. "Das ist ein super Antrieb für uns. In diesem Jahr sind die Vorzeichen anders", sagte Kölns Sportdirektor Stephan Baeck angesichts der Tatsache, dass bis zum Beginn der Play-offs am 20. Mai noch zwei wichtige BBL-Spieltage anstehen. "Das emotionale Loch nach einem Titelgewinn fällt somit weg", meinte Baeck, der sich zudem über zehn gewonnene Punkte im BBL-Europa-Ranking freute.

"Wir haben die erste Halbzeit komplett verpennt"

Die Verlierer aus Quakenbrück ärgerten sich derweil über den knapp verpassten ersten Titel der Vereinsgeschichte. "Wir haben die erste Halbzeit komplett verpennt. Zum Schluss hatten wir trotzdem genügend Chancen zu gewinnen, aber wir haben zu viele einfache Körbe vergeben", sagte ein enttäuschter "Drachen"-Trainer Chris Fleming.

Im Kampf um die Play-off-Plätze muss der aktuelle Tabellenachte zudem einen weiteren Rückschlag verkraften. US-Center Darius Hall schied im Finale mit Verdacht auf Muskelfaserriss im Oberschenkel verletzt aus und muss den Rest der Saison vermutlich zuschauen.

Organisatorische Probleme am Rande

Am Rande des Pokal-Wochenendes offenbarten sich einige organisatorische Probleme. So besuchten nur rund 10 500 Zuschauer an den zwei Tagen die Hamburger Colorline-Arena, und zum Spiel um Platz drei kamen die Eisbären Bremerhaven wegen des zeitgleichen Hamburg-Marathons erst fünf Minuten vor dem Sprungball auf das Parkett. Sie verloren das Spiel 74:82 gegen die ENBW Ludwigsburg.

"Für die Zukunft sind wir beim Termin sicherlich flexibel. Aber insgesamt sehen wir das Glas halbvoll", sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer. Nach zuvor 38 Jahren Abwesenheit ist die Hansestadt Hamburg bis einschließlich 2011 Schauplatz des Top-Four-Turniers.

© SID

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